Lokalsport: Dügencioglus Fehlschuss entscheidend

Lokalsport : Dügencioglus Fehlschuss entscheidend

Fußball: Landesligist VfL Repelen verliert im Elfmeterschießen sein Niederrheinpokal-Spiel gegen den Oberligisten TuRU Düsseldorf. Keine Tore während der gesamten 120 Minuten.

Die Sensation lag in der Luft, aber am Ende fehlte dem VfL Repelen das nötige Glück. Im Achtelfinale des Fußball-Niederrheinpokals zwang der Landesligist seine Gäste vom Oberligisten TuRU Düsseldorf nach torlosen 120 Minuten ins Elfmeterschießen, zog dann aber knapp mit 4:5 den Kürzeren.

Beim Blick auf die Repelener Aufstellung war schnell klar, dass Trainer Sascha Weyen seine Ankündigung wahr gemacht hatte, einige angeschlagene Stammspieler für die kommenden Liga-Aufgaben zu schonen. So ging eine völlig neu formierte VfL-Mannschaft ins Spiel, die ihre Sache gegen die klassenhöheren Düsseldorfer aber sehr gut machte. So ließ sich in der Halbzeit festhalten, dass die Repelener zwar keine einzige Offensivaktion hatten, gleichzeitig aber auch keine Torchance für die optisch überlegenen Gäste zugelassen hatten. Lediglich Sunsaku Fujita traf mit dem Pausenpfiff das Außennetz des VfL-Tores.

Mehr Fahrt nahm das Spiel dann ab dem zweiten Abschnitt auf, wofür die Düsseldorfer verantwortlich waren. Die erste Chance hatte Robert Norf, der aber keinen Druck hinter seine Direktabnahme nach einer Flanke von Fujita brachte (49. Minute). Fünf Minuten später knallte Lutz Radojewski einen Freistoß an den linken Pfosten, und den Abpraller setzte Armin Pjetrovic über das VfL-Tor. Als Repelens Keeper Robin Bertok in der 58. Minute etwas zu lange zögerte hätte Berkay Öz aus der Drehung ins leere Tor schießen können, zielte aber zu weit nach rechts. Und auch die letzte Chance während der regulären Spielzeit hatten die Gäste, als sie einen Freistoß schnell ausführten und Saban Ferati völlig unbedrängt von links flanken konnte. Seine flache Hereingabe verpassten Robert Norf und Malte Boermans aber beide im Fünf-Meter-Raum (73.), so dass es in die Verlängerung ging.

Auch in der Folgezeit blieb TuRU am Drücker, während Repelen konzentriert verteidigte. Bertok entschärfte einen Distanzschuss von Ferati (91.) direkt nach Wiederanpfiff, der Nachschuss von Berkay Öz rollte knapp am Tor vorbei. Ansonsten gelang den Düsseldorfern bis zum Schlusspfiff auch nicht mehr viel, Denis Ivosevic sorgte mit Distanzschüssen noch für Torgefahr.

Im Elfmeterschießen hofften die Hausherren auf ihren nächsten Coup, nachdem sie in der zweiten Runde schon den Oberligisten FC Kray vom Punkt aus besiegt hatten. Dieses Mal erwischte Repelen einen schlechten Start, denn Tolga Dügencioglu scheiterte als erster Schütze mit einem halbhohen Versuch an TuRU-Keeper Tayfun Altin. Anschließend verwandelten alle neun anderen Schützen, so dass am Ende die Düsseldorfer jubeln konnten. Den letzten Schuss versenkte Maximilian Nadidai unten rechts. B"Wir haben das Beste aus diesem Spiel gemacht, die Jungs haben super gekämpft", lobte VfL-Coach Sascha Weyen sein Team nach dem Spiel. "Schade dass es nicht gereicht hat, aber ein Elfmeterschießen ist immer Glückssache. Unsere Moral war hervorragend. Trotzdem muss man zugeben, dass Düsseldorfer einige große Torchancen hatte."

(RP)
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