Fußball: Drei Elfmeterpfiffe im Wäldchen

Fußball : Drei Elfmeterpfiffe im Wäldchen

Und weil es noch einen vierten Treffer obendrauf gab, trennten sich der SV Scherpenberg und der VfL Rheinhausen im Topspiel der Kreisliga A 2:2. Beide Mannschaften boten beste Unterhaltung.

Spitzenspiele haben mitunter die unangenehme Eigenschaft, ihrem Namen keine Ehre zu machen und die in sie gesteckten Erwartungen bei weitem nicht zu erfüllen. Wie schön, dass die Fußball-Kreisliga A einmal mehr das Gegenteil erlebte. Der SV Scherpenberg und der VfL Rheinhausen trennten sich in einer höchst sehenswerten Begegnung 2:2 (2:2).

22 Spieler, die im kommenden Jahr gerne in der Bezirksliga antreten würden, nahmen das Duell im Scherpenberger Wäldchen auf. Für den ersten schrillen Ton sorgte allerdings Schiedsrichter Enes Krupic, der schon nach drei Minuten mit energischem Fingerzeig auf den Kreidepunkt vor dem Gehäuse des VfL wies. Yasin Duman hatte sich in den Strafraum der Gäste gedribbelt und war dort von Nikola Karanovic von den Beinen geholt worden. Krupic blieb da keine andere Wahl, als Pierre Jimenez-Luksch die Chance zum 18. Saisontreffer zu bieten. Scherpenbergs Goalgetter "schaufelte" den Ball am sich zur Seite werfenden Torhüter Dirk Römer zum 1:0 in die VfL-Maschen. Die Gäste schüttelten sich, und dann spielte sich Karanovic, eben noch der Pechvogel, immer häufiger in den Vordergrund. Gleich zweimal scheiterte der Rheinhausener Angreifer knapp am möglichen Ausgleich, den dann aber Krupic doch noch einleitete. Der umsichtige Unparteiische sah genau hin, als Scherpenbergs Keeper Dirk Sadowski den in den Strafraum vorgepreschten Samet Caliskan ins Straucheln brachte. Krupic wartete noch den Vorteil ab und bat mit Verzögerung erneut zum Strafstoß. Dennis Meyer nahm die Chance wahr und glich aus. Der SVS antwortete wütend. Duman und der aus der Abwehr vorgerückte Marcel Szymczak prüften Römer, ehe der dritte Elfmeter des Tages fällig war.

Diesmal hatte es Yassin Bougjdi von den Beinen gezogen, und wieder lag Schiedsrichter Enes Krupic mit seinem Pfiff richtig. Jimenez-Luksch schickte Römer nach links, den Ball nach rechts, der SVS lag wieder vorn.

Aber da war ja noch Herr Karanovic! Der VfL-Akteur mit der Nummer zehn auf dem Rücken schloss nach 35 Minuten die schönste Kombination der Partie zum 2:2 ab. Elegant und technisch beeindruckend hatten sich die Gäste zuvor in den Strafraum des SVS vorgespielt, der dem Treiben der "grünen Männchen" aus Rheinhausen in diesem Moment nur staunend zuschaute. Das hohe Niveau der ersten Halbzeit retteten beide Teams nicht mehr in den zweiten Abschnitt. Dennoch blieb es ein höchst unterhaltsames Spiel zweier technisch versierter Mannschaften. Die größte Chance zum Siegtreffer bot sich dabei dem VfL Rheinhausen, doch Christian Zeiler verpasste in der 73. Minute knapp den Siegtreffer.

(dk)
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