Volleyball: DM: U 20 des MSC holt sich Platz zwei

Volleyball : DM: U 20 des MSC holt sich Platz zwei

Der Moerser Volleyball-Nachwuchs lieferte bei der Endrunde der nationalen Titelkämpfe beim TV Bliesen eine beein-druckende Energieleistung ab. Erst im Endspiel mussten sich die Grafenstädter knapp dem VfB Friedrichshafen beugen.

Ganze zwei Punkte fehlten der U 20 des Moerser SC, um bei der Endrunde der Deutschen Meisterschaft im St. Wendeler Stadtteil Bliesen (Saarland) die ganz große Überraschung perfekt zu machen. Doch nach einem enorm kräftezehrenden Turnier brachte die Truppe von Trainer Michael Kohne im Finale dann nicht mehr das letzte Quäntchen Konzentration auf, um den haushohen Favoriten VfB Friedrichshafen tatsächlich in die Knie zu zwingen. So stand im Vergleich mit den besten Mannschaften aus ganz Deutschland unter dem Strich wie vor zwei Jahren, damals noch als U 18, ein beachtlicher zweiter Platz.

Foto: Privat

"Natürlich war die Enttäuschung nach der Finalniederlage groß. Aber unsere Gesamtleistung war toll. Ich bin stolz auf diese Mannschaft", meinte Michael Kohne nach einem Turnier, bei dem die Grafenstädter in jedem Spiel hart für den Erfolg arbeiten mussten. Schon die Gruppenphase bescherte dem MSC dicke Brocken, so dass das Erreichen des Überkreuzspiels bereits im ersten Spiel auf der Kippe stand. Denn weil Gastgeber TV Bliesen und der Bayern-Meister TSV Mühldorf als favorisiert galten, musste zumindest die Auftaktpartie gegen TV Hausen gewonnen werden. Weil immerhin das mit 2:1 gelang und anschließend wie befürchtet Niederlagen gegen Bliesen (1:2) und Mühldorf (0:2) folgten, blieben die Moerser im Rennen um den DM-Titel. Gut war für den MSC dass im Überkreuzspiel gegen einen Gruppenzweiten Fortuna Bonn wartete. Weil die Fortunen aus der Liga und von der Westdeutschen Meisterschaft noch bestens bekannt waren, konnte der ersten Turniertag mit einem fürs Selbstvertrauen wichtigen 2:0-Erfolg abgeschlossen werden.

Das machte sich schon im Viertelfinale bezahlt, als es gegen den USC Braunschweig bei einem 17:22-Rückstand im zweiten Satz so aussah, als müsste der Tiebreak entscheiden. Doch der MSC behielt die Nerven, drehte den zweiten Durchgang und zog mit 2:0 in die Vorschlussrunde gegen Ausrichter TV Bliesen ein. In dieser Partie zeigte die Kohne-Truppe dann, dass sie aus ihren Fehlern der Gruppenphase gelernt hatte. "Wir haben alles oder nichts gespielt", erklärte der Trainer das Erfolgskonzept, das zu einem überraschenden 2:0-Sieg führte. So war das Endspiel gegen den VfB Friedrichshafen erreicht, der als Stützpunktmannschaft in der 2. Bundesliga Süd aktiv ist. Dass die Moerser dennoch keinerlei Respekt zeigten und frech aufspielten, stellte die Truppe vom Bodensee vor so große Probleme, dass Satz eins mit 25:21 an sie ging. Im zweiten Durchgang kam der VfB zwar besser in Fahrt und führte bereits mit 24:19, doch dann glich Moers dank einer unglaublichen Energieleistung doch noch mal aus. Aber dann war der Akku plötzlich leer. Nach dem 24:26 ging auch der Tiebreak mit 9:15 verloren. "Keine Frage, der VfB war individuell besser als wir und hat verdient gewonnen. Aber es hätte sich auch niemand beschweren dürfen, wenn wir als Sieger vom Feld gegangen wären", meinte Michael Kohne abschließend.

(RP)
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