DM im Hallenradsport: Moerserinnen verbessern sich

DM im Hallenradsport : Moerserinnen verbessern sich

253 Top-Fahrer starteten bei den Deutschen Meisterschaften im Hallenradsport in Moers. Die Teams des Ausrichters wurde Achte und Neunte.

Das größte nationale Hallenradsport-Event Deutschlands ging am Wochenende in Moers über die Bühne. Bereits zum zehnten Mal richtete der Grafschafter Rad- und Motorsportverein (GRMSV) die Deutschen Meisterschaften im Hallenradsport der Elite aus. Im Enni-Sportpark maßen sich Deutschlands Beste im Kunstrad-, Einradsport, im Radball und -polo. 253 Sportler waren gekommen.

Blockweise wechselten sich Radball- und Radpolospiele mit den Darbietungen der Radsportakrobaten ab, um den zahlreichen Zuschauern ein abwechslungsreiches Programm zu bieten. Beim Kunstrad- und Einradsport führten die Sportler ihre Kür alleine oder im Team vor. 2er, 4er und 6er Formationen waren in Moers am Start. In der offenen Klasse traten darüber hinaus auch Männer- und Mixed-Teams an. Neben dem Titel ging es für viele Sportler um die Qualifikation zu den Weltmeisterschaften. Diese werden Anfang Dezember in Basel ausgetragen. Unter den besten Kunstradsportlern Deutschlands waren auch fünf Moerserinnen. Im 2er- und 4er-Kunstrad ging jeweils eine Mannschaft des GRMSV an den Start.

Gerhard Mlady (grün) vom RMC Stein hält im Radball-Finale gegen RV Obernfeld seinen Gegner Raphael Kopp fest. Foto: Foto: Oleksandr Voskresenskyj

Carina Dannowski, Franziska Milbrandt, Anika und Alina van Zütphen traten mit ihrer Kür gegen neun weitere Mannschaften an. Aussichten auf eine Top-Platzierung hatten sie allerdings schon vor ihrer Darbietung nicht wirklich. Mit 167,40 Punkten starteten sie mit Abstand mit der niedrigsten Vornote im Teilnehmerfeld. Die fünfminütige Kür, vor den Augen der fünfköpfigen Jury brachten sie dann ohne größere Patzer über die Bühne. Mit 121,90 Punkten konnten sie schließlich sogar noch einen Platz gut machen und wurden schließlich Achte, wenige Zehntel am siebten Platz vorbei. ,,Im Großen und Ganzen haben sie eine wirklich gute Kür gezeigt“, lobte GRMSV-Sprecher Ralf van Zütphen. ,,Wir können mit der Leistung zufrieden sein.“

Die Stimmung im Enni-Sportpark war während der Radballspiele ausgelassen. Beim Kunstradsport herrschte völlige Stille. Oleksandr Voskresenskyi. Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Am Samstag ging das GRMSV-Duo Laura Haffmann und Alina van Zütphen an den Start. Die beiden waren zuletzt 2011 in Erfurt zusammen bei einer Deutschen Meisterschaft angetreten. Dort gab es den sechsten Platz. Nachdem Haffmann zwischenzeitlich den Kunstradsport aufgegeben hatte, trainieren sie seit 2017 wieder gemeinsam. Erst vor vier Wochen machten sie dann die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft klar. Mit 103,10 hatten auch sie die leichteste Kür unter den zehn Paaren eingereicht. Hier lag das Feld allerdings enger zusammen, so dass die Moerserinnen hoffen konnten, einige Plätze gutzumachen. Doch auch sie konnten am Ende nur ein Team hinter sich lassen und den neunten Platz erreichen.

Für die Radballer und die Radpolospielerinnen ging es bei der DM in Moers um den Aufstieg in die 1. und 2. Bundesliga. Ihre Spiele stellten einen krassen Kontrast zu der stillen Kür der Radsportakrobaten dar. Hier ging es nicht auf, sondern auch neben dem Platz zur Sache.

Die Fans unterstützten die Zweierteams lautstark mit Trommeln, Hupen und Rufen. Radball war am Wochenende den Männern vorbehalten. Der Ball muss dabei mit dem Rad ins gegnerische Tor befördert werden. Geschossen wird mit dem Vorderrad. Auf dem engen Feld kommt es dabei immer wieder zu Zusammenstößen.Beim Radpolo hingegen traten auch die Damen an. Auch hier gilt es Tore zu erzielen, der Ball wird allerdings mit einem Holzschläger gespielt.

Beim GRMSV freute man sich über die gut verlaufenen Wettbewerbe in eigener Regie. ,,Organisatorisch hat unter der Mitarbeit von 45 Helfern alles bestens geklappt“, zog Ralf van Zütphen ein positives Fazit.

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