Volleyball: Dirk-Jan van Gendt setzt beim MSC eine Tradition fort

Volleyball: Dirk-Jan van Gendt setzt beim MSC eine Tradition fort

Auf dem Spielfeld quirlig, ansonsten die Ruhe selbst – MSC-Neuzugang Dirk-Jan van Gendt ist ein angenehmer Zeitgenosse. Er setzt die lange Tradition der niederländischen Regisseure mit internationalem Format beim Volleyball-Bundesligisten Moerser SC fort: Erst Peter Blangé, dann Misha Latuhihin, später Roland Rademaker und eben van Gendt, der es in seiner Karriere auf stolze 247 Einsätze im Oranje-Team brachte.

Auf dem Spielfeld wird der neue Spielmacher der "Adler" zum Temperamentsbolzen: quirlig, schnell, aggressiv, deutlich in der Ansage für "Freund und Feind" – aber stets mit Umsicht. Immerhin ist der Mann schon lange im Geschäft und mit 35 Jahren ein alter Hase, der das Laufen aber nicht verlernt hat.

In den Niederlanden spielte er zuerst bei Vrevok Nieuwegein, dann bei Capelle an der Ijssel und ging von dort nach Nesselande (Rotterdam). Hier trainierte und spielte er lange unter den Fittichen Blangé, der nicht nur Nesselande coachte , sondern auch die holländische Nationalmannschaft anführte. Van Gendt: "Blangé ist für mich der wichtigste Trainer gewesen."

Zuletzt verteilte er drei Jahre lang in Lennik bei Brüssel die Bälle. Höhepunkte in seiner Karriere sind drei Landestitel, drei Pokalerfolge sowie ein zweiter Platz im Europapokalfinale mit Nesselande in Athen – vor 14 000 Zuchauern. "Das war schon gewaltig," meint van Gendt, dessen größter Erfolg allerdings die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Athen im Jahre 2004 mit der holländischen Nationalmannschaft war.

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Nun soll der quirlige Holländer nicht nur das MSC-Spiel schneller machen – auch der junge Tobias Neumann soll von der Erfahrung des alten Fuchses profitieren. Trainer Chang Cheng Liu: "Van Gendt ist ohne Zweifel eine Leitfigur. Er hat schon im Training gezeigt, dass er nicht nur technisch sehr gut ist, sondern auch den Spielaufbau organisieren kann. Davon profitiert die ganze Mannschaft."

Ein großer Vorteil des Holländers besteht darin, dass er lange mit Jairo Hooi, dem neuen Mittelblocker im MSC-Aufgebot zusammen in einer Mannschaft spielte. Die beiden verstehen sich daher beinahe blind. NJ

(RP)
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