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Volleyball: Die Überraschung bleibt aus

Volleyball : Die Überraschung bleibt aus

Erwartungsgemäß unterlag der Volleyball-Bundesligist Moerser SC gestern Abend zum Auftakt der Play-off-Halbfinalserie beim Favoriten, Generali Haching, mit 0:3. Am Sonntag gastieren die Bayern in der RWE-Sporthalle in Mülheim an der Ruhr zum zweiten von maximal fünf Duellen.

Nichts zu holen gab es für den Moerser SC im Bayrischen Unterhaching. Ganz im Gegenteil. In der "GENERALI Sportarena" unterlagen gestern Abend die Adler in einem einseitigen Spiel dem favoriten Generali Haching klar mit 0:3 nach Sätzen (17:25, 21:25, 15:25), und verloren damit vor rund 400 Zuschauern das erste von fünf möglichen Play-off-Aufeinandertreffen.

Eine Katastrophe

MSC-Trainer Chang Cheng Lui fand drastische Worte nach der Lektion. "Es war katastrophal, ohne jegliche Abstimmung und ohne Kraft im Angriff," kommentierte er das Spiel seiner Schützlinge.

Und damit hatte er Recht. Über alle Sätze zeigte sich eine eklatante Abschlussschwäche der Moerser - die Diagonale fiel praktisch aus. Von Beginn an ließen sie die Aggressivität vermissen, die sie im Viertelfinale gegen Bühl noch auszeichnete und kamen schnell in Rückstand. Und auch als der Hachinger Block einmal Lücken aufwies, holte die bärenstarke Abwehr der Bayern die meisten Bälle zurück ins Spiel.

Selbst als im zweiten und dritten Satz nochmals leise Hoffnung aufkeimte, als der MSC das ein ums andere Mal ausgleichen konnte, reagierte Haching sofort. Vorallem der überragende deutsche Nationalspieler Christian Dünnes wusste zu überzeugen. Immer wenn die Adler am Ausgleich schnupperten sorgte er für Klarheit - und mit insgesamt 15 Punkten für tiefe Sorgenfalten in den Gesichtern der Grafenstädter. Letztendlich spielten die Moerser wie gehemmt und schon früh glaubte keiner in der Halle daran, dass der MSC doch noch etwas zählbares mit nach Hause nehmen könnte.

Schon vor dem Betreten der Halle hätte den Schützlingen um Trainer Chang Cheng Liu klar sein müssen, dass es eine ganz schwieriges Unterfangen werden wird. Denn die Anreise gestaltete sich scheinbar als schlechtes Omen für das Gastspiel. Viele Staus sorgten für eine Nerven zermürbende "Stopp-and-Go-Fahrt, bis letztendlich sogar der Mannschaftsbus 20 Kilometer vor dem Ziel streikte, als eine Reifenpanne die Anfahrt zusätzlich verzögerte. Als Ausrede für die schlechte Leistung darf das aber nicht gelten. Am kommenden Sonntag werden die Karten wieder neu gemischt. Chang Cheng Lui weiß um die Stärke seines Teams, die Spieler dürfen sich es nur nicht selbst, wie gestern, kaputt machen.

So lief es in Friedrichshafen: Im anderen Halbfinal-Auftaktspiel zwischen dem Rekordmeister VfB Friedrichshafen und den Berlin Recycling Volleys gewannen die Gastgeber mit 3:1.(25:20, 25:16, 23:25, 27:25).

(kt)