Fußball: Die "Rentner" sollen wieder ran

Fußball: Die "Rentner" sollen wieder ran

Interview Mit einem 1:1 in Ossenberg startete der TSV Türkiyemspor Lintfort in die Restsaison nach dem personellen Aderlas zum Jahreswechsel. Trainer Ali Karakas äußert sich zu den Perspektiven seiner Mannschaft.

Befürchten musste man eigentlich das Schlimmste. Nach dem Aderlass zum Jahreswechsel – die meisten Spieler wanderten geschlossen zum VfL Repelen ab (die RP berichtete) – trat der TSV Türkiyemspor am Sonntag bei Concordia Ossenberg mit einer jungen, bunt zusammengewürfelten Truppe an und erkämpfte sich ein 1:1. Wie der neue Trainer des TSV, Ali Karakas, die Perspektive für sich und sein Team sind, erklärte er im Gespräch mit der RP.

Welches Erkenntnisse ziehen Sie aus dem Spiel in Ossenberg und ihren Eindrücken aus den letzten Wochen?

Karakas Ich habe schon vor dieser Partie gesagt, dass wir die Saison anständig zu Ende bringen werden. Das möchte ich gern noch einmal bekräftigen. Wir haben eine junge Truppe, die zu 80 Prozent Kreisliga C-Erfahrung hat. Statt Freizeitfußball heißt es für sie nun, Disziplin zu zeigen. Bis jetzt klappt das – ich freue mich über eine Trainingsbeteiligung von 18 bis 20 Spielern.

Werden Sie den Kader noch verändern?

Karakas Im Moment sind wir dabei, vier bis acht "Fußball-Rentner" zu reaktivieren, die etwas mehr Erfahrung in das junge Team bringen können. Da wird sehr bald etwas passieren. Außerdem bastelt der Vorstand schon an den Plänen für die kommende Saison.

Apropos Vorstand – sind die finanziellen Querelen der letzten Wochen, speziell der Insolvenzantrag, eigentlich spurlos an der Mannschaft vorbei gegangen?

Karakas Soweit ich beurteilen kann, ja. Ich möchte unserem Vorstand sehr dafür danken, dass es hier nach dem Wechsel der vielen Spieler in Richtung Repelen und dem mittlerweile erledigten Insolvenzantrag überhaupt weiter gegangen ist und weiter gehen wird. Innerhalb von 24 Stunden ist kurz vor dem 31. Dezember 2009 eine Mannschaft aus dem Boden gestampft worden, für die ich nun als sportlicher Leiter verantwortlich bin – und das mache ich sehr gern.

(RP)