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Lokalsport: Die Luft wird dünn für die BG Lintfort

Lokalsport : Die Luft wird dünn für die BG Lintfort

Basketball, 1. Regionalliga: Nach dem 50:79 bei den Telekom Baskets Bonn II sind die Lintforter am Tabellenende angekommen. Besonders ärgerlich: Auch im direkten Vergleich haben die Bonner nun die Nase vorn.

Für Basketball-Regionalligist BG Lintfort wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner. Am Samstag verlor der Neuling nicht nur sein Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten Telekom Baskets Bonn II mit 50:79 (24:32), sondern damit auch den direkten Vergleich mit diesem Team. Das Hinspiel hatte die BGL nämlich nur mit 26 Zählern Vorsprung für sich entscheiden können. Bonn zog nach Punkten mit den Lintfortern gleich und übernahm den vorletzten Tabellenplatz, während die BGL neues Schlusslicht der Regionalliga ist.

Von der ersten Minute an traten die Bonner mit mehr Leidenschaft und Willen auf. Trotz der Rückkehr von Spielmacher Oskar Mellmann hatte die BGL Probleme im Spielaufbau. Dazu leisteten sich die Lintforter viele Ballverluste und krankten an einer schwachen Wurfquote. Auf der Gegenseite sah es ganz anders aus. Die Hausherren gewann viele Offensiv-Rebounds und waren insbesondere unter den Körben überlegen. Trotzdem erspielten sie sich bis zur Halbzeit nur eine überschaubare Acht-Punkte-Führung.

Den besseren Start in die zweite Hälfte der Partie erwischten die Lintforter, die sich nun wacher präsentierten. Doch Bonn fand die richtigen Antworten, zog das Tempo an und traf von allen Positionen fast nach Belieben. Innerhalb weniger Minuten waren die Gastgeber um 20 Punkte enteilt. Für die konsternierten Lintforter ging es fortan nur noch um Schadensbegrenzung im Hinblick auf den direkten Vergleich. Zunächst wirkte es, als ob die BGL wenigstens dieses Ziel erreichen könnte, denn mit großem Aufwand kam das Liebke-Team wieder auf 15 Punkte heran. Doch die Bonner gaben nicht auf und schafften es bis zum Ende, doch noch die entscheidenden Punkte zu erzielen.

"Das war ein bitterer Auftritt. So können wir einfach nicht spielen, wenn wir in dieser Liga bleiben wollen", schimpfte BGL-Coach Tobias Liebke nach der Begegnung. "Natürlich haben uns im Lauf der Woche viele Spieler wegen kleinerer Blessuren gefehlt, aber dennoch hätten wir heute von Beginn an wacher sein müssen. Wir haben uns zu schnell den Schneid abkaufen lassen und nicht in unseren Rhythmus gefunden." Anschließend richtete er den Fokus aber schon wieder auf die nächsten Aufgaben: "Verloren ist trotzdem noch nichts. Wir werden wieder neu angreifen und versuchen, am kommenden Samstag gegen den SV Hagen-Haspe zurück zu kommen."

BGL: Th. Achtermeier (14), Feige (11), Mellmann (7), Schwich, Ti. Achtermeier, Boner (alle 4), Schmak, Middeldorf (beide 3).

(RP)