Die Damen-Turnriege des Lintforter TV qualifiziert sich für die Landesliga 4.

Turnen in Kamp-Lintfort : Endlich aufgestiegen

Die Damen-Turnriege des Lintforter TV qualifiziert sich für die Landesliga 4 beim Rheinischen Turnerbund.

Es war der letzte Versuch, mittlerweile der fünfte Anlauf. Und der war es jetzt auch. Der Mannschaft vom Lintforter Turnverein (LTV) ist endlich der Sprung in die Liga des Rheinischen Turnerbundes (RTB) geglückt. Dafür gab es noch einmal ein Jahr mit knallharten Trainingsvorbereitungen. Und das hat sich ausgezahlt. Was aber nicht bedeutet, dass die LTV-Riege diesen Wettkampf in den Jahren zuvor auf die leichte Schulter genommen hätte.

„Wir haben unser Training umgestellt“, so Sabrina Schött, Koordinatorin und Trainerin fürs Leistungsturnen beim LTV. Es wurden nun deutlich schwerere Elemente trainiert, damit die Mannschaft bereits mit einer höheren Benotung in den Wettkampf starten kann. Dort müssen allerdings die Anforderungen auch umgesetzt werden. Dass es das LTV-Team kann, hatte es bereits in den Vorqualifikationen gezeigt.

Immerhin kämpften jetzt in Pulheim nur noch acht Mannschaften um die begehrten zwei Plätze zur Landesliga 4, die den Einstieg bedeutet. Weiter würde es gehen mit der Landesliga 3, 2, 1 und der Verbandsliga. „Wir würden gerne direkt aufsteigen“, planen Sabrina Schött und Kollegin Kerstin Stephani nicht nur den Klassenerhalt.

Acht Mannschaften aus der Region von Dinslaken, Oberhausen bis runter Richtung Eifel und Köln kämpften in Pulheim um den Einstieg beim Rheinischen Turnerbund. Boden, Stufenbarren, Sprungtisch und der zehn Zentimeter schmale „Zitterbalken“ waren die vier Geräte, die das zehnköpfige Team bewältigen musste. Jeweils vier Turnerinnen pro Mannschaft pro Gerät. Der Balken wurde schließlich sturz- und nahezu fehlerfrei absolviert. Das Team um LTV-Trainerin Kerstin Stephani holte sich so den zweiten Platz.

„In einem Wettkampf gegen Kunstturnvereine zu siegen, die sowohl mehr Trainingszeiten als auch bessere Trainingsvoraussetzungen haben als wir, ist nicht sehr einfach“, weiß Sabrina Schött. Das Trainer-Team hätte schon fast das Handtuch geworfen. Doch sowohl die hochmotivierten Kinder und Jugendlichen und deren Eltern haben sich eingesetzt, diesem letzten Versuch in Angriff zu nehmen.

Damit die Riege richtig unterstützt wurde, ließ der Verein für alle Aktiven und Anhänger eine Bustour zur Wettkampfstätte springen. Auch das zahlte sich aus. Neben der Landesliga-Qualifikation holte die LTV-Mannschaft auch den Gesamtsieg am Boden und Sprung. Merle Dietz, Jahrgang 2003, startete an allen vier Geräten und wurde prompt beste Mehrkämpferin des Tages. So kann’s weitergehen.

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