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Volleyball: Die alten Freunde wieder aktivieren

Volleyball : Die alten Freunde wieder aktivieren

Interview Chang Cheng Liu, Coach des Volleyball-Bundesligisten Moerser SC, zieht eine positive Saisonbilanz

Die Saison 2011/12 ist beendet. Die Adler haben 29 Pflichtspiele in Meisterschaft und Pokal absolviert, 17 davon wurden gewonnen. Von neun Fünf-Satz-Spielen entschied die Mannschaft von Trainer Chang Cheng Liu fünf für sich. Aber ist Chang Cheng Liu, der Trainer des Moerser SC mit diesem Ergebnis zufrieden? Er zieht eine überwiegend positive Bilanz – und vergisst seine Unterstützer nicht.

Herr Liu, sind Sie mit dem Saisonergebnis zufrieden?

Liu Grundsätzlich ja, wir sind im Pokal und in der Meisterschaft ins Halbfinale vorgestossen. Im Pokalhalbfinale haben wir mit demselben Ergebnis gegen Friedrichshafen verloren, wie die Hachinger im Finale. Dennoch ist das Saisonende für uns – und für mich – ein wenig zu früh gekommen. Mit etwas mehr Zeit hätten wir es ins Finale geschafft. In der Mannschaft steckte noch etwas mehr. Dann wäre es perfekt gewesen. Ich hätte den MSC gerne in einem Finale präsentiert.

Wie haben Sie die Arbeit mit der Mannschaft erlebt?

Liu Das Team wurde ja vor der Saison neu zusammengestellt – es braucht Zeit, daraus ein funktionierendes Kollektiv zu formen. Ich muss die Mannschaft loben: Sie hat stets fleißig trainiert – bis zum letzten Tag, hat sich nicht zurückwerfen lassen. Auch die soziale Komponente, das soziale Klima stimmte: Man hat sich respektiert und gut verstanden, sicher ein Verdienst aller Beteiligten aber auch von unserem erfahrenen Mannschaftsführer Dirk-Jan van Gendt. In diesem Zusammenhang möchte ich auch die Unterstützung durch meine Co-Trainer erwähnen: Eung-Zoll Chung, Stefan Tavenrath und Henning Wegter haben mir sehr geholfen.

Hat sie das Publikum nicht manchmal enttäuscht?

Liu Wir haben in den letzten zwei Jahren durch den Umzug nach Mülheim eine schwierige Situation gehabt. In der letzten Saison hat sich die Situation deutlich gebessert. Wir haben in Mülheim viele Zuschauer und viele Freunde dazu gewonnen. Das ist wichtig für die Sponsoren. Die öffentliche Resonanz ist immer wichtig. Jetzt ziehen wir wieder nach Moers um und müssen unsere alten Freunde wieder aktivieren. Wenn wir guten Sport präsentieren, mache ich mir aber da überhaupt keine Sorgen.

Also überwiegt bei Ihnen die Zufriedenheit nach all der schweren Arbeit?

Liu Ja, sicher. Natürlich danke ich auch meiner Familie, die meine Arbeit und meine Belastung mit viel Verständnis mitgetragen hat. Ich habe gute Unterstützung von der Geschäftsstelle erfahren, da möchte ich Herrn Hagenacker und Frau Hübner danken. Ich habe mich aber auch über die Unterstützung von unseren anderen Trainern gefreut. Martin Schattenberg war immer ansprechbar, Klaus Schmidt-Kotte hatte eine absolut positive Einstellung. Das alles hat meine Arbeit im Hintergrund begleitet, war für mich wichtig. Das gute Klima im Verein hat mir sehr geholfen, ich habe vielen meinen Dank zu sagen. Das schließt für mich die Verpflichtung ein, in der kommenden Saison wieder mit vollem Einsatz an die Arbeit zu gehen. Vergessen darf ich auch nicht unseren Mannschaftsarzt Dr. Schroeter sowie die Physiotherapeutin Julia Schneider, die unsere Mannschaft gesundheitlich gut betreut haben. Auch Abteilungsleiter Heinz Reintges hat geholfen wo er konnte. Unterstützt haben mich selbst Siggi und Erwin, unsere beiden Busfahrer.

(RP)