Handball: Deutliche Schlappe für den SVN in Oppum

Handball : Deutliche Schlappe für den SVN in Oppum

Der SV Neukirchen musste enttäuscht und mit leeren Händen die Heimreise vom Auswärtsspiel beim TV Oppum antreten. Bei den Oberliga-Handballern fielen bekanntlich erneut etliche Stammkräfte aus, so dass am Ende eine ziemlich deutliche 25:34 (14:14)-Schlappe zu Buche stand. Die Blau-Gelben bleiben mit aktuell 10:22 Punkten in akuter Abstiegsgefahr.

Neukirchen vermisste vor allem schmerzlich den Ausfall seines gesamten Deckungszentrums. Jens Beutelt fiel mit einer Knieverletzung aus, sein Partner Dennis Kühn mit einer Schulterverletzung. Zu guter Letzt musste Gerit Fietze aus beruflichen Gründen absagen.

Der Gast hatte große Schwierigkeiten damit, seinen Spielrhythmus zu finden. Oppum praktizierte eine offensive 3:2:1-Deckung, die auf "schnellen Beinen" unterwegs war, die Lücken geschickt verdichtete und den SVN-Angriff verunsicherte. Neukirchen geriet folgerichtig mit 1:6 ins Hintertreffen. Die nötige Auszeit folgte. Besserung ließ aber noch auf sich warten. Gut war hingegen der Wechsel auf der Torhüterposition: Michael Biskup kam für Fabian Zindel und sorgte mit seinen Paraden für den Aufschwung.

Neukirchen konnte nun den Schalter umlegen, erreichte immer mehr seine Betriebstemperatur und kämpfte sich mit einer tollen Moral Tor um Tor heran. Die Mannschaft zeigte eine aggressive Deckungsarbeit und behielt im Angriff die nötige Ruhe. Der SVN konnte diese gute Verfassung auch in den zweiten Abschnitt hinüber retten. Neukirchen war zunächst ein absolut gleichwertiger Gegner, konnte sein hohes Niveau aufgrund einer nach wie vor hervorragenden Einstellung und Kampfkraft zunächst halten (22:21/45.).

Dem Gast gingen zusehends die Kräfte aus. Es fehlte das Personal, das für Entlastung sorgte. Viele SVN-Spieler gingen auf dem Zahnfleisch. Insbesondere die Konzentration litt darunter, und die Fehlerquote stieg rapide an.

Der TV Oppum hatte nun leichtes Spiel, dosierte seine Kräfte geschickt und hielt in der Schlussphase alle Trümpfe in der Hand. Die Hausherren konnten dagegen wechseln, ohne dabei einen Qualitätsverlust zu erleiden.

(RP)
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