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Handball: Derby-Zeit in der Verbandsliga

Handball : Derby-Zeit in der Verbandsliga

Während in der Handball-Verbandsliga der SV Neukirchen den Tabellenletzten HSG Vennikel empfängt, erwarten die Moerser Adler HSG den TV Schwafheim zum zweiten Nachbarschafts-Duell am kommenden Wochenende.

Im Normalfall wird einem Derby stets entgegen gefiebert und mit viel Spannung erwartet. Zumindest der zweite Aspekt ist beim Lokalderby zwischen dem Handball-Verbandsligisten SV Neukirchen und der HSG Vennikel nicht mehr unbedingt gegeben. Neukirchen kämpft in der dicht gedrängten Tabelle um einen Platz in der oberen Hälfte, und Vennikel sieht bereits wie ein Absteiger aus. "Wir sind das favorisierte Team und nehmen diese Rolle auch an", betont SVN-Spielertrainer Björn Baar.

Heimserie fortführen

Ohne Wenn und Aber bleibt den Gästen lediglich die Rolle des Außenseiters, warten sie doch seit sieben Begegnungen auf ein Erfolgserlebnis. Dagegen konnten die Gastgeber nicht nur die letzten vier Spiele gewinnen, vor heimischen Publikum sind sie gar seit fünf Partien ohne Punktverlust. "Es wäre allerdings fatal, Vennikel auf die leichte Schulter zu nehmen", warnt Baar. "Wir dürfen Torhüter Frank Kirstein nicht warm werfen, müssen die Wirkungskreise von Fabian Schwartz einengen und unsere Rücklaufmoral verbessern. Denn aus dem freien Spiel heraus ist es schwer, gegen unsere Abwehr zu bestehen." Gegen Vennikel können die Hausherren auf ihren kompletten Kader zurück greifen.

Anders die Gäste. Dort fehlen weiterhin Abwehrchef Christian Skelnik, und der Einsatz von Regisseur Fabian Preuß steht ebenfalls wegen einer Sehnenscheidenentzündung auf der Kippe. "Gegenüber den letzten Spielen müssen wir es schaffen, die Konzentration bis zum Schlusspfiff hoch zu halten", fordert HSG-Trainer Dirk Ostermann. "Wir sind uns der prekären Situation bewusst und wollen nach dem letzten Strohhalm greifen."

Vor der Partie zwischen den Moerser Adlern HSG und dem TV Schwafheim lief die Entwicklung beider Teams in den letzten Wochen gegensätzlich. Die Moerser eilten von Sieg zu Sieg, ehe sie am letzten Wochenende in Lürrip (32:39) wieder eine Niederlage einstecken mussten.

Dagegen rutschte der TVS wegen personeller Probleme in der Tabelle immer weiter ab, stoppte die Talfahrt vor einer Woche mit einem überraschenden Erfolg gegen Wülfrath (34:32). "Ich glaube wir sind leicht favorisiert", so der Moerser Trainer Dieter Lau. "Dennoch müssen wir auf der Hut sein, denn dass angeschlagene Gegner sehr gefährlich werden können, wissen wir."

Um zu bestehen , fordert Lau mehr Aggressivität in der Deckung, wo besonders die Wirkungskreise des TVS-Haupttorschützen Kevin Wiedemann gestört werden sollten. Dabei müssen die Gastgeber jedoch auf Jannik Jost (Klassenfahrt) verzichten, und hinter dem Einsatz von Mannschaftskapitän Frank Rosendahl steht wegen einer Schulterverletzung noch ein größeres Fragezeichen.

(ut)