Lokalsport: Derby im Zeichen des Abstiegskampfes

Lokalsport : Derby im Zeichen des Abstiegskampfes

Fußball: Heute empfängt das Landesliga-Schlusslicht SV Schwafheim den Tabellenfünfzehnten VfL Repelen. Für beide Mannschaften geht es um wichtige Punkte. VfL-Coach Sascha Weyen sieht sein Team nicht in der Favoritenrolle.

Ein Moerser Lokalderby mitten im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga: Mehr Brisanz könnte es in dem Nachholspiel heute Abend um 19.30 Uhr an der Altdorferstraße kaum geben. Das Schlusslicht SV Schwafheim empfängt den Tabellenfünfzehnten VfL Repelen. Für beide Teams geht es neben dem üblichen Prestige auch um ganz wichtige Punkte im Rennen um den Klassenerhalt. Dreimal gab es das Lokalduell bislang in der Landesliga, immer setzte sich der jeweilige Gastgeber durch.

Besonders die Schwafheimer stehen unter Zugzwang, nachdem sie mittlerweile bis auf den letzten Tabellenplatz abgestürzt sind. Gebeutelt von immensen Personalsorgen haben die Schwafheimer mittlerweile acht Niederlagen in Folge kassiert und kamen während dieser Phase auf ein katastrophales Torverhältnis von 3:25. Der bislang letzte Liga-Sieg des SVS datiert vom 5. November 2017, als zuhause ein 2:1-Erfolg gegen den SV Sonsbeck gelang.

Etwas besser stehen die Repelener da. Sie haben den SV Schwafheim sowie den Zweit- und Drittletzten um sieben Punkte distanziert, konnten zuletzt immerhin sechs Punkte aus drei Spielen holen und bejubelten am Sonntag ein spätes Siegtor zum 1:0 gegen die Sportfreunde Niederwenigern. "Die Lage ist super schwierig", sagt SVS-Trainer Ralf Gemmer. "Mit Lars Dickmann, Kevin Hanebeck und Manfred Wranik fehlen uns seit Wochen drei Leistungsträger. Zusammen mit den weiteren, eher kurzfristigen Ausfällen kostet das zu viel Substanz, und deshalb ist der Absturz ans Tabellenende die Konsequenz." Immerhin stimmt die Moral bei den Schwafheimern weiterhin, wie der vergangene Sonntag gezeigt hat. Da rappelte sich das Team nach einem frühen 0:2 gegen Rellinghausen auf, kam zum Anschluss und hatte mehrfach den Ausgleich auf dem Fuß, bevor es sich die entscheidenden Kontertore zum 1:4 einfing. "Repelen wird hinten drinstehen, das liegt uns eigentlich nicht. Aber wir müssen damit umgehen. Die Mannschaft stellt sich aufgrund der Ausfälle fast von selbst auf. Wir wollen aber das Beste aus der Situation machen", sagt Gemmer.

Von einer Favoritenrolle seiner Elf oder besonders guten Vorzeichen will VfL-Coach Sascha Weyen jedoch nichts wissen: "In nur einem Spiel und speziell in einem Derby kann alles passieren."

Vor der Gefahr, zu überheblich zu agieren, hat er sein Team auch beim leichten Training am Dienstagabend hingewiesen. "Für beide Mannschaften geht es um viel. Schwafheim steht zwar mit dem Rücken zur Wand, aber auch wir müssen nachlegen, denn am Saisonende wollen wir im Idealfall mindestens drei Mannschaften hinter uns lassen", sagt Weyen. Zudem sei der Gegner schwer einzuschätzen. Viele seiner Spiele seien auch recht unglücklich gelaufen. "Wir müssen zusehen, dass wir unsere Leistung bringen, geduldig bleiben und uns von nichts anstecken lassen. Wir wollen einen besonnenen Auftritt hinlegen und werden dem Gegner nicht den Gefallen tun, dort das Spiel zu machen."

(RP)
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