Fußball: Der VfL Repelen ist Landesligist

Fußball : Der VfL Repelen ist Landesligist

Mit dem 3:1-Erfolg über die SGP Oberlohberg beendet die Truppe von Trainer Sascha Weyen den direkten Durchmarsch von der Kreisliga A bis in die Fußball-Landesliga. 800 Zuschauer waren dabei.

Exakt um 16.58 Uhr gab es auf der Platzanlage des VfL Repelen kein Halten mehr. So eben hatte Jungtalent Marc Frackowiak den dritten Treffer für seinen VfL erzielt und den Schlusspunkt unter die Partie gegen die SGP Oberlohberg gesetzt. Schiedsrichter Thomas Dickmann pfiff die Partie ab, die für den VfL Repelen die vorerst letzte in der Fußball-Bezirksliga gewesen sein wird. Nach dem 3:1 (0:0)-Erfolg sind die Repelener in die Landesliga aufgestiegen.

Es war alles angerichtet für den großen Show-down an der Stormstraße. 800 Menschen sorgten für einen langen Stau an der einzigen Kasse und für eine auf heimischen Amateurplätzen schon lange nicht mehr gesehene Zuschauerzahl. Darunter auch der Moerser Bürgermeister Norbert Ballhaus - und auch etliche Anhänger des Repelener Konkurrenten Genc Osman Duisburg. Die Genc-Truppe war gestern spielfrei und musste auf einen Ausrutscher der Repelener im Saisonfinale hoffen. Nur einmal machte sich der Genc-Anhang bemerkbar, als nämlich Michael Grintz schoss und der Ball etwa zehn Meter über das Tor strich. In der ersten Halbzeit war das Spiel beiderseits nicht hochklassig. Repelen hatte mehr Ballbesitz, ohne aber das Oberlohberger Tor ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Marvin Schweers hatte zweimal die Führung auf dem Fuß, aber der Ball wurde eine sichere Beute des Gäste-Torhüters.

In der zweiten Halbzeit nahm der Druck der Repelener mächtig zu. Aber das Runde wollte noch nicht ins Oberlohberger Eckige. Dann endlich erlöste der Repelener Torjäger vom Dienst, Yassin Ait-Dada, die Festgemeinde. Nach einem Eckball nahm er den Ball an, düpierte seinen Gegenspieler und auch den SGP-Torhüter Frank Langela, dem Ait-Dada den Ball durch die Beine bugsierte. Doch Ruhe wollte nicht ins VfL-Spiel einkehren. Immer häufiger ging der Blick von Repelens Trainer Sascha Weyen und den VfL-Anhängern zur Uhr, die gar nicht schnell genug herunterlaufen wollte. In der 75. Minute erhöhte Martin Meciejwski auf 2:0, als er sich nach einer Flanke am höchsten schraubte und den Ball im gegnerischen Tor unterbrachte. Hanna verkürzte auf 1:2 und sorgte für erneute Unruhe bei den Blauen. Dann stellte Frackowiak mit seinem Treffer die Signale auf Aufstieg. Der A-Jugendliche wurde von Ait-Dada mustergültig freigespielt und behielt die Nerven.

Als sich die ersten Jubeltrauben aufgelöst hatten, zeigte VfL-Trainer, welche Emotionen im Spiel waren: "Das ist überwältigend, damit hat niemand auch nur ansatzweise gerechnet." Jetzt werden die Repelener zunächst am Donnerstag bei Fichte Lintfort gegen den SV Budberg den dritten Platz im Kreispokal ausspielen, dann geht's auf Mannschaftstour. Weyen: "Danach setzen wir uns zusammen und besprechen, wie es weitergeht."

(js)
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