Der TuS Lintfort musste in Waiblingen improvisieren.

Handball : Die Grenzen der Belastbarkeit

Frauenhandball, 2. Liga: Der Tus Lintfort musste beim VfL Waiblingen uaf eineige wichtige Stammspielerinnen verzichten, kämpfte allerdings vorbildlich bis zum Schlusspfiff, was an der 29:32-Niederlage jedoch nichts änderte.

Viel gerannt, hart gekämpft und eine große Menge Herzblut investiert. Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort sind an diesem Spieltag beim VfL Waiblingen, in der Nähe von Stuttgart, absolut an ihre Grenzen der Belastbarkeit gestoßen und mussten sich letztendlich doch mit 29:32 (13:15) geschlagen geben. Die Gäste vom linken Niederrhein sind die Reise allerdings mit einem Mini-Kader angetreten. Zwar waren alle drei Torhüterinnen mit von der Partie, aber bei den Feldspielerinnen sah es da überhaupt nicht so gut aus.

Neben Annefleur Bruggeman, die aufgrund ihres Zweifachspielrechts mit dem Bundesligisten Bayer Leverkusen unterwegs war, fielen zudem noch Tatjana van den Broek aus privaten Gründen und Becky van Nijf wegen eines Fersensporns aus. Mie Norup Isaksen sah zudem kurz nach dem Seitenwechsel aufgrund ihrer dritten Zeitstrafe auch noch die Rote Karte. So standen den Zechenstädterinnenbis zum Abpfiff gerade mal eine Auswechselspielerin zur Verfügung.

Der TuS Lintfort präsentierte sich dennoch kämpferisch, mit viel Engagement in der Defensive. Im Angriff mussten aber wegen des personellen Engpasses einige Umstellungen vorgenommen werden. So übernahm beispielsweise Linkshänderin Leonie Lambertz den Part auf der halbrechten Rückraumposition und Lisan van Hulten rückte dafür auf Rechtsaußen.

Die Gäste hatten in der Offensive gegen eine hart zupackende VfL-Abwehr unübersehbare Schwierigkeiten. Aber die Tore fielen dennoch, quasi mit Geduld und Spucke. Die Lintforter Spielerinnen schafften es immer wieder, wichtige Treffer zu erzielen, entweder durch gelungene Einzelaktionen oder aber aufgrund von einstudierten Spielabläufen.

Daher blieb der Spielverlauf seitens des TuS Lintfort auch fast über die komplette Zeit in einem moderaten Rahmen. Erst in der Schlussphase fehlte in einigen wichtigen Aktionen die Kraft, ob beim Torabschluss oder in letzter Konsequenz in der Deckung. Waiblingen hatte in den letzten Spielminuten einfach mehr zuzusetzen und gewann verdient.

„Unsere Rumpftruppe hat überragend gekämpft“, lobte daher TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Leider fahren wir aber ohne etwas Zählbares heim. Ich möchte aber aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung Loes Vandewal hervorheben, die in beiden Mannschaftsteilen eine Vorbildfunktion an den Tag gelegt hat.“

TuS Lintfort: Vivien Gosch, Laura Graef, Sabrina Romeike; Vanessa Dings (4), Eva Legermann, Leonie Lambertz (je 3), Lisan van Hulten (1), Inske Kuik 4, Mie Norup Isaksen (1), Katharina Ueffing, Loes Vandewal (13/5).

Trainerin: Bettina Grenz-Klein.