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Fußball: Der SV Koch-Lintfort

Fußball : Der SV Koch-Lintfort

Ohne die Fußball begeisterte Familie würde in dem Traditionsverein aus der Klosterstadt nicht viel laufen.Funktionäre, Trainer, Spielertrainer und aktive Fußballer mit dem gleichen Nachnamen – Koch.

Die Sache mit den vielen Köchen und dem Brei ersparen wir uns an dieser Stelle. Stimmt nämlich gar nicht, und der SV Lintfort liefert dafür das beste Beispiel ab. Ohne Koch geht da so richtig viel nicht, oder besser gesagt: Ohne Familie Koch.

Wollen wir doch mal sortieren, wen wir an der Konradstraße, da, wo die Lintforter Knappen zu Hause sind, antreffen. Norbert Koch ist dort der „Boss“. Der 61-Jährige ist seit Jahren der Obmann der Blau-Weißen, ist auch schon als Trainer im Verein eingesprungen und lässt sich, was den Lintforter Fußball angeht, so leicht nichts vormachen. Seine junge Frau Melanie kümmert sich derweil als Geschäfstführerin der Juniorenabteilung um den Nachwuchs im Verein.

Keine Extrawürste

Das wär‘s fürs erste mit den Funktionären, jetzt zum aktiven Teil. Sohn Sascha ist der Älteste. Der 36-Jährige, früher auch in der Landesliga aktiv, führt als Spielertrainer bereits im zweiten Jahr Regie bei der ersten Mannschaft des SVL. Und in der kicken auch gleich zwei seiner Brüder mit großem Erfolg. Pascal (19) und Patrick (20) sorgen im Sturm für Tore, dürfen sich dank ihres Nachnamens aber keine Extrawürste erlauben. „Als Pascal einmal aussetzen musste, wollte er vor Wut sogar in die zweite Mannschaft gehen“, erinnert sich Spielertrainer Sascha auch an kritische Worte im Familienkreis. „Bevorzugt werden die beiden mit Sicherheit nicht“, stellt er klar. Christian, der vierte der Brüder, ist derzeit ohne Verein. Was allerdings nicht auf mangelndem Talent beruht. Der 17-jährige darf auf ein Angebot von Fortuna Düsseldorf verweisen, die ihn gleich für vier Jahre binden wollten. Christian sagte ab. „Wer weiß, ob er sich darüber nicht noch einmal ärgern wird“, macht sich Bruder Sascha so seine Gedanken. Alles klar ist dagegen mit Dominik Koch. „Unser Quertreiber“, scherzt Sascha Koch über seinen Neffen. „Der ist nämlich zur DJK Lintfort gewechselt“. Was nicht jeder in Reihen des SVL so gerne sieht.

Mit Gabriel und Daniel stehen zwei weitere Jungtalente in den Startlöchern. Die Kleinsten im Hause Koch sorgen auch schon für Furore. Gabriel hat in dieser Saison bereits 32 Tore bei den E-Junioren erzielt. Und Daniel wartet auf Post von Bayern München. Bei einem von Nationalspieler Philipp Lahm initiierten Talentwettbewerb hat der D-Junior eine Reise zum Probetraining in München gewonnen. Die letzte Nachricht der Bayern: Daniel steht in der engeren Auswahl für einen Platz im Jugendinternat der Bayern

(RP)