Der Moerser SC empfängt in der 2. Volleyball-Bundesliga den SV Warnemünde.

Volleyball in Moers: Die Adler stehen vor dem Spitzenspiel

In der 2. Volleyball-Bundesliga kommt der Tabellendritte SV Warnemünde am Sonntag zum Ligazweiten Moerser SC.

Weil der SV Warnemünde am vergangenen Wochenende in der 2. Volleyball-Bundesliga Nord sein Heimspiel mit 3:2 gegen den SV Lindow-Gransee gewonnen hat, steht der Moerser SC plötzlich auf dem zweiten Tabellenplatz. Eben vor dem Dritten, dem SV Warnemünde. Dieser Klub von der Ostseeküste stellt sich am Sonntag, 9. Dezember,15.30 Uhr, mit seinen vier Zwei-Meter-Männern im Enni-Sportpark-Rheinkamp vor. Auch weil Warnemünde dahin möchte, wo sich der MSC gerade befindet.

Gewinnt der Gast, würde deren Unterfangen aufgehen. Denn der SVW ist punktgleich mit dem MSC, hat nur drei Sätze mehr verloren. Lediglich ein Wimpernschlag. Das Moers und Warnemünde hinter den weiterhin ungeschlagenen Chemie Volley (CV) Mitteldeutschland die Plätze einnehmen konnten, hat allerdings wohl noch einen anderen Grund.

Der VV Humann Essen, bislang stärkster und härtester Verfolger von CVM, knickt nach der Spielstrafe und Wertung gegen Lindow-Gransee augenscheinlich saft- und kraftlos ein. Das Team hat nach der 1:3-Schlappe in Moers nun auch gegen TuB Bocholt verloren. Mit 0:3 in eigener Halle, die diesmal nicht unbespielbar war. Bocholt hatte davor mit 2:3 gegen den Vorletzten Braunschweig das Nachsehen.

Diese Posse wird nun noch damit komplettiert, dass der TuB Bocholt Vierter der Tabelle ist, der SV Lindow-Gransee liegt punktgleich dahinter auf Platz fünf, weil sie in Warnemünde verloren haben. Damit schließt sich dieser eher seltsame Kreis. Essen scheint eingeschnappt, Moers hofft darauf, dass Mitteldeutschland entgegen ihrer Pläne zum Saisonstart auch das dritte Mal in Folge auf den Aufstieg verzichtet und Warnemünde möchte am Liebsten lachender Dritter sein. Aber nicht Dritter bleiben.

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Niemand darf aber bei allen Rechen- und Taktikspielchen vergessen, dass die Moerser „Adler“ zuletzt viermal in Folge gewinnen konnten. In diesem Zusammenhang ist es beinahe schon etwas ärgerlich, dass Warnemünde jetzt erst nach Moers kommt. Der Gast hatte sich zum Saisonstart verstärkt, war aber noch nicht eingespielt. Das hat sich mittlerweile geändert. Piotre Adamovicz ist einer der besten Außenangreifer der Liga, kam von Schüttorf. Auf der Diagonalen spielt mit Jan Philip Krabel ein erstligaerfahrener Akteur. Zwei der vier zwei-Meter-Männer.

MSC-Trainer Martin Schattenberg weiß: „Warnemünde hat sich in dieser Saison gut verstärkt und steht nicht ganz zu Unrecht so weit oben in der Tabelle.“ Er und sein Trainer-Kollege Hendrik Rieskamp wollen sich aber wegen dieser eher überraschenden Tabellensituation nicht bekloppt machen lassen. Beide wissen auch, dass es lediglich eine Momentaufnahmen ist. Mitteldeutschland empfängt Bocholt zum Nachholspiel erst zwei Tage vor Heiligabend, am 22. Dezember. Ist das absolviert, haben alle Teams die gleiche Anzahl von Partien gespielt.

Bis dahin weiß auch der Moerser SC etwas genauer, wohin die Reise gehen könnte. Aber eben nur etwas. Denn auch im Volleyball gilt: Abgerechnet wird zum Schluss.

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