Handball: "Dem SV Neukirchen wollte ich etwas zurückgeben"

Handball : "Dem SV Neukirchen wollte ich etwas zurückgeben"

Am Samstag debütierte Jörg Förderer, Trainer des Handball-Drittligisten SG OSC Löwen Duisburg, beim Verbandsligisten SV Neukirchen im Spiel gegen Königshof (29:18) überraschend als Spieler. Die RP sprach mit dem 41-Jährigen über seine Eindrücke.

Wie kam es zu Ihrem Engagement beim SV Neukirchen?

förderer Vor den Neukirchenern bin ich zunächst von Heiligenhaus angesprochen worden und hatte da eigentlich auch schon zugesagt. Als dann jedoch die Anfrage des SVN kam, habe ich mich dafür entschieden. In den letzten beiden Jahren haben wir mit Stefan Liekenbrock und Christian Ginters, die beide das Zeug für die Dritte Liga haben, jeweils einen der wichtigsten Spieler aus Neukirchen geholt. Gerade mit Ginters hat das Team seinen Kopf verloren. Mein Hautbeweggrund war, etwas zurückgeben zu wollen.

Welche Eindrücke haben Sie von der Mannschaft aus dem ersten gemeinsamen Spiel gegen Königshof?

förderer Die Jungs können alle Handball spielen. Sie haben das Herz an der richtigen Stelle, was schon einmal sehr wichtig ist. Gedanklich hatte ich mich darauf vorbereitet, mehr machen zu müssen, aber das war überhaupt nicht nötig. Es hat mir wirklich richtig viel Spaß gemacht zu spielen. Mit der Fitness hatte ich keine Probleme, zumal ich in Rheinhausen nach Möglichkeit beim Training mitmache. Seit ich weiß, dass ich wieder spiele, habe ich für mich die Trainingsintensität wieder erhöht. Es macht mir einfach Spaß, mich mit jüngeren Spielern zu messen, zu zeigen, dass man mit zwei Schritten weniger, dafür mit der nötigen Erfahrung durchaus noch mithalten kann.

Wie schätzen Sie die Chancen des SV Neukirchen auf den Klassenerhalt ein?

förderer Ich denke schon, dass die Jungs das packen, es fehlt nur etwas an Selbstbewusstsein. Mir hat die Bissigkeit in der Abwehr sehr gut gefallen, dahinter haben sie einen starken Torwart und nach vorne versuchen sie, über Tempo zum Erfolg zu kommen. Das sind für mich die Grundsteine, wenn man im Abstiegskampf erfolgreich sein will.

(ut)
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