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Fußball: "Das Unmögliche noch möglich machen"

Fußball : "Das Unmögliche noch möglich machen"

Nachdem er Hartmut Scholz Mitte Oktober abgelöst hatte, musste der neue Trainer des Fußball-Landesligisten Fichte Lintfort etliche Rückschläge verkraften. Doch nach dem Sieg gegen Viersen, der zweite in Folge, ist das rettende Ufer wieder in Sicht.

Herr Heydrich, es ist noch gar nicht so lange her, da waren Sie und die Mannschaft nach einem 0:10 beim 1. FC Mönchengladbach am Boden zerstört. Wie ist die Stimmung jetzt?

Heydrich Natürlich ganz anders, die Siege gegen Tönisberg und gegen Viersen haben sehr gut getan. Das macht sich gleich bemerkbar.

Was hat Sie nach ihrem Amtsantritt und den folgenden, teils heftigen Schlappen an bessere Zeiten glauben lassen?

Heydrich Ich habe gesehen, wie die Jungs im Training mitgezogen haben. Es war natürlich nicht leicht, sie immer wieder aufzurichten. Doch ich habe ihnen gesagt, dass irgendwann der Punkt kommen wird, an dem sich Erfolgserlebnisse einstellen, wenn wir nur weiter hart daran arbeiten.

3:0 gegen Viersen, davor 1:0 gegen Tönisberg. Liegt die neue Stabilität in der Abwehr nur an Neuzugang Oguzhan Alemdar?

Heydrich Bei der Flut an Gegentoren, die wir kassiert haben, lag auf der Hand, dass wir Probleme in der Defensive hatten. Da hat uns so ein erfahrener Spieler wie Oguzhan natürlich direkt geholfen. Aber wir haben ja die gesamte Viererkette umgestellt, Stefan Kleinwegen auf die rechte und Besnik Saljiji auf die linke Seite gestellt. Es dauert seine Zeit, bis alle Maßnahmen greifen, aber in den beiden letzten Spielen hat das schon gut funktioniert. Auch beim 0:5 gegen Nettetal waren wir schon besser, haben tolle Moral gezeigt.

Aber auch in der Offensive geht wieder etwas.

Heydrich Da hat uns gut getan, dass ausgefallene Spieler zurückgekommen sind. Ein Florian Ortstadt tut der Mannschaft natürlich gut. Gegen Viersen sind wir ein Risiko eingegangen, da hat der lange verletzte Benjamin Dolle auf der Sechs ganz stark gespielt. Hinzu kommt, dass die Mannschaft verstanden hat, wie wichtig das Umschaltspiel ist. Das ist nötig, um in der Landesliga mithalten zu können.

Welche Veränderungen haben Sie im Zusammenhalt des Teams beobachtet, seit Sie im Amt sind?

Heydrich Ein guter Teamgeist hängt immer mit Erfolgen zusammen. So richtig zusammengeschweißt hat uns der Sieg in Tönisberg, wo wir das 1:0 mit zwei Mann weniger über die Zeit gebracht haben.

Wie sehen Sie jetzt die Chancen auf den Klassenverbleib?

Heydrich Die Tabelle zeigt, dass wir nicht mehr Letzter sind. Wir haben nur noch vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer und noch 15 Spiele Zeit, die aufzuholen. Wir wollen weiter alles dafür tun, das Unmögliche noch möglich zu machen.

Werden Sie in der Winterpause personell noch weiter nachbessern?

Heydrich Zunächst werden ich mal den aktuellen Kader auf 18 bis 20 Spieler verkleinern, um konzentrierter trainieren zu können. Sollte sich aber die Chance ergeben, einen Spieler zu verpflichten, der zu uns passt und uns weiterhilft, werden wir das auch tun.

Wie sieht das Fichte-Programm bis zum Start der Rückrunde aus?

Heydrich Am Freitag trainieren wir noch mal, am Samstag steigt die Weihnachtsfeier bei Fichte. Am zweiten Weihnachtstag spielen wir ein Hallenturnier im Homberg, die Vorbereitung auf die Rückrunde beginnt dann am 2. Februar.

DAVID BEINEKE FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

(RP)