Tennis: Das Tor zur ersten Liga steht offen

Tennis : Das Tor zur ersten Liga steht offen

Den Herren 30 des TV Schwafheim bleibt der "Schweden-Happen" beim TC Raadt erspart. Nach dem 7:2-Sieg über den ärgsten Konkurrenten ist der Aufstieg in die erste Bundesliga zum Greifen nahe. Borut Urh verpasst eine gelungene Premiere, doch Marko Por meldet sich erfolgreich zurück.

Mit einer kleinen, aber feinen Änderung präsentieren sich die diesjährigen Spielpläne der Tennis-Bundesligen der Herren 30. Nicht wie aus den Vorjahren gewohnt sonntags, sondern schon an einem Samstag (dem 12. Juli) schließt auch die Zweite Bundesliga mit den Gruppen Nord und Süd ihre Pforten. "Das wurde auf der Arbeitstagung in Offenbach von den Clubs der ersten Liga angeregt", berichtet Fritz Milbich vom Antrag einiger Spitzenclubs, einen möglichen Meisterschaftsgewinn dann auch ausgiebig feiern zu können.

Der Sportwart des TV Schwafheim hat sich damals der Stimme enthalten, heute ist er ein entschiedener Befürworter der Samstag-Regelung. Was natürlich seinen Grund hat, denn nach dem 7:2-Sieg im Spitzenspiel der zweiten Liga beim TC Raadt steht das Tor zur Ersten Bundesliga für den TVS sperrangelweit offen. Ein Kontrahent an den beiden noch ausstehenden Spieltagen, der den Männern von der Dorfstraße die Tür noch vor der Nase zuknallen könnte, ist, bei allem Respekt vor den Mannschaften aus Krefeld und Marienburg, nicht zu sehen. Und selbst wenn Milbich noch vor eventuellen Unwägbarkeiten auf dem Weg zum Aufstieg warnend den Finger hebt, ist auch der Sportwart überzeugt: "Das dürfte eine große Fete nach unserem letzten Saisonspiel in der zweiten Liga geben!"

Der Urh-Knall bleibt aus

Die ersten Einladungen zur möglichen Sause am 12. Juli hätte das Schwafheimer Team schon vor dem ersten Ballwechsel schreiben können. Die Gastgeber traten ohne ihre drei schwedischen Spitzenspieler an — der Happen blieb den Gästen erspart, stempelte den TVS zum hohen Favoriten und nahm dem vermeintlichen Spitzenspiel viel von seiner ihm zugedachten Spannung. Schon nach den Einzeln hatten die Gäste mit einer nicht einzuholenden 5:1-Führung ausgesorgt. Dass ausgerechnet Borut Urh bei seinem ersten Auftritt im Schwafheimer Dress nicht zu den Punktesammlern gehörte, verziehen ihm die 35 mit gereisten Moerser Fans mit Blick auf die Qualität seines Duells gegen den Raadter Erik Brummer. Im ersten Durchgang verpasste der Slowene den Urh-Knall und vergab einen Satzball, der die Grundlage zu einem gelungenen Premierenspiel hätte darstellen können.

Sein Landsmann Marko Por meldete sich derweil nach zwei Einzel-Niederlagen mit einem sicheren Erfolg über Milko Petkov zurück. "Ihm ist ein Stein vom Herzen gefallen", hörte es auch Milbich plumpsen. Der Sportwart ist sicher: "Jetzt ist Marko wieder der Alte!" Um letzte Zweifel am möglichen Aufstieg zu beseitigen, ist dies zweifelsfrei auch keine schlechte Voraussetzung.

(RP)
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