Handball: Comeback für Vanessa

Handball : Comeback für Vanessa

Vor dem Rückrundenstart bei Teutonia Riemke meldet sich Vanessa Dings nach sechsmonatiger Verletzungspause wieder bei den Handballfrauen des TuS Lintfort zurück und steht gleich im Kader der Klosterstädterinnen.

Das war eine große Überraschung, als Vanessa Dings am Dienstag beim Training der Handballfrauen des TuS Lintfort erschien, um die Übungseinheiten gemeinsam mit der Mannschaft zu absolvieren. Zu diesem Zeitpunkt hatte noch niemand mit ihr gerechnet, doch ihre Reha ist so exzellent verlaufen, dass sie sportlich wieder komplett einsatzfähig ist. Am 8. August zog sich die Kreisläuferin beim Eifel-Cup in Weibern eine schwere Schulterverletzung zu, die sie zu einer Operation gezwungen hatte (die RP berichtete).

"Vanessa ist viel eher fit, als wir alle gehofft hatten", freut sich die Lintforter Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Ich bin auch positiv überrascht davon, wie viel sie sich beim Training bereits zugetraut hat und was sie schon alles machen kann." Jetzt heißt es für Vanessa Dings, an der körperlichen Fitness zu arbeiten und sich wieder in den Handball-Alltag einzufinden. Eine zusätzliche Motivation erfährt sie durch die Nominierung in den Kader zum Rückrundenauftakt bei Teutonia Riemke heute Abend.

Lehrreich war für Bettina Grenz-Klein die 23:42-Niederlage gegen Frisch Auf Göppingen im DHB-Pokal am vergangenen Sonntag. "So etwas ist für eine starke Regionalliga-Spielerin nicht deprimierend, sondern eher motivierend", glaubt die Lintforter Trainerin. Vor der vergleichsweise einfachen Aufgabe in Riemke warnt sie jedoch: "Unser deutlicher 34:21-Erfolg gleich zum Saisonauftakt war kein Gradmesser, denn damals führten wir nach 40 Minuten schon mit 24:8, ehe wir dann munter durchgewechselt haben."

Alice Vogler macht wieder mobil

Die Teutonia wird wohl alles daran setzen, dem TuS ein Bein zu stellen. Im Kampf um den Klassenerhalt benötigt Riemke jedes Pünktchen, und man wird versuchen, eigene technische Defizite durch Einsatzbereitschaft auszugleichen. In den letzten Partien trat die Mannschaft aus dem Stadtteil Bochums deutlich gefestigter auf, was wohl auch daran liegt, dass Trainerin Alice Vogler die Handballschuhe wieder vom berühmten Nagel holte. Sie ist in der Lage, einer Partie ihrer Mannschaft den Stempel aufzudrücken. "Wir müssen schnell in unser Spiel finden , sonst kann es auch in Riemke eng für uns werden", erklärt Bettina Grenz-Klein.

(RP)
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