Lokalsport: Caroline Mook verabschiedet sich

Lokalsport : Caroline Mook verabschiedet sich

Damen-Handball: Drittligist TuS Lintfort empfängt Sonntag um 16 Uhr den TSV Bayer Leverkusen II.

Die Saison neigt sich ihrem Ende zu. Dem letzten Heimauftritt der Drittliga-Handball des TuS Lintfort schwingt diesmal allerdings ein ganz besonderer Wehmut bei: Caroline Mook, dienstälteste Spielerin im TuS-Trikot, wird nach langen 17 Jahren, Sonntag vor dem Meisterschaftsspiel um 16 Uhr gegen Bayer Leverkusen II, verabschiedet. Caroline Mook entwickelte sich schnell zur Leistungsträgerin, übernahm Vorbildfunktionen, gilt als bodenständig, aber vor allem als ein sympathischer Mensch - anerkannt und respektiert. Nun tritt die 37-Jährige ab, zieht sich ins Privatleben zurück.

Ein charakterlich feiner Mensch

Und ihre langjährige Begleiterin, TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein, findet zum Abschied ein paar warme Worte: "Ich kann Caros Schritt absolut nachvollziehen. Wir entlassen sie nun in ein Leben ganz ohne regelmäßigen Handball. Aber es tut auch weh. Ich verliere nicht nur eine erstklassige Leistungsträgerin, sondern einen charakterlich feinen Menschen. Caroline war über die Jahre eine unkomplizierte und loyale Spielerin. Sie stand mir in guten, wie schlechten Zeiten, stets mit Rat und Tat zur Seite. Wir konnten viele Dinge in einem sehr vertraulichen Rahmen besprechen."

Natürlich übernimmt Caroline Mook bei diesem Abschied eine übergeordnete Rolle: Vergessen sollte man aber nicht: Mit Harma van Kreij (Borussia Dortmund) und Katharina Hufschmidt (Buxtehude) werden zwei weitere Spielerinnen den Verein verlassen. Der TuS Lintfort möchte bei seinem letzten Heimauftritt nochmals alles Kräfte mobilisieren. Es gilt unter allen Umständen den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen. Dazu muss allerdings Bayer Leverkusen II geschlagen werden. Die Gäste stellen ein ganz junges Team, gespickt mit vielen Talenten die noch um die A-Jugend-Meisterschaft kämpfen.

Die jungen Spielerinnen sind insbesondere in technischer Hinsicht gut ausgebildet, beherrschen das Einmaleins des Handballs. Ein weiteres großes Plus ist die Kondition. Die Mannschaft kann ein hohes Tempo anschlagen. Die TuS-Spielerinnen müssen daher ihr Leistungsoptimum erreichen, damit die Punkte in Lintfort bleiben. "Es wird ganz schwer", sagt TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Wir müssen vor allem im Angriff besonnen auftreten, der taktischen Ausrichtung vertrauen und geduldig auf die sich bietenden Chancen warten. Auch Cleverness ist gefragt gegen eine vermutlich offensive Bayer-Deckung."

(RP)