Lokalsport: Billiardtor bringt den SVS um den Sieg

Lokalsport : Billiardtor bringt den SVS um den Sieg

Fußball-Landesliga: Das Spitzenspiel hält, was es verspricht. In einer Begegnung auf ganz hohem Niveau verpasst es der SV Scherpenberg, seinen 3:1-Vorsprung zur Halbzeit gegen den FSV Duisburg auch ins Ziel zu bringen.

Das Topspiel der Fußball-Landesliga hielt gestern was der Name verspricht. Der SV Scherpenberg und der FSV Duisburg trennten sich in einem tollen Fußballspiel leistungsgerecht 3:3 (3:1).

Scherpenberg begann schwungvoll und hatte mehr vom Spiel. Trotzdem war es der Gast, der in Führung ging. Nach einer Freistoß-Flanke von außen verstolperte Yasin Duman den Ball. Den Abstauber von Ibrahim Bayraktar konnte SVS-Torwart Dominik Weigl noch halten. Housein Rasitoglou drückte den Ball über die Linie zum 0:1 (25.). Da er das Leder Weigl dabei aber aus den Händen schoss, war der Treffer mehr als strittig.

Doch der SVS ließ sich davon nicht aus der Bahn werfen, spielte gut weiter und belohnte sich nun auch mit Toren. Zunächst glich Almir Sogolj mit einem frechen Heber von der Strafraumkante ins lange Eck zum 1:1 aus (38.). Nur zwei Minuten später startete Maximilian Stellmach auf der rechten Seite durch, brachte den Ball scharf vor das FSV-Tor, wo ihn Verteidiger Emir Alic vor dem einschussbereiten Sogolj ins eigene Tor beförderte. Und mit dem Pausenpfiff köpfte Spielertrainer Ercan Sendag eine Stellmach-Ecke am langen Pfosten gar zum 3:1 ein.

Doch nach dem Seitenwechsel gelang es den Scherpenbergern nicht Ruhe ins Spiel zu bringen und den Vorsprung zu verwalten. Nach gut einer Stunde Spielzeit erzielte Edin Husic aus rund 20 Metern mit einem gut platzierten Schuss das Anschlusstor zum 3:2. Nur wenige Minuten später packte Fatih Duran aus 25 Metern einen Hammer aus. Weigl konnte den Ball mit den Fingerspitzen an den Innenpfosten lenken, hatte aber das Pech, dass das Leder von dort aus an seinen Rücken und dann zum Ausgleich ins Tor sprang.

Danach drängten die Duisburger sogar noch auf den Sieg. Zunächst parierte Weigl stark gegen Bora Karadag (70.). Dann setzte Alison Rafael Leite Dos Santos einen Schuss an die Unterkante der Latte des Scherpenberger Gehäuses. Somit blieb es beim über beide Halbzeiten gesehen gerechten Remis.

Sezgin Demirci: "Die erste Halbzeit war genau so wie ich mir das vorgestellt hatte. Das war eine Topleistung. In der zweiten Halbzeit hat Duisburg natürlich nochmal Druck gemacht. Davon haben wir uns zu sehr beeindrucken lassen und keinen Zugriff mehr gefunden. Am Ende war es ein gerechtes Unentschieden."

(RP)