BG Lintfort verliert gegen Deutzer TV mit 47:58

Basketball : Defensivschlacht mit Kampf um jeden Zentimeter

Basketball-Regionalliga: BG Lintfort bringt offensiv zu wenig aufs Parkett und verliert das Heimspiel gegen den Deutzer TV.

Am Ende entschieden fünf Minuten, in denen die Regionalliga-Basketballer der BG Lintfort nicht im Bilde waren, über den Ausgang der Partie. Eine unglückliche offensive Leistung sorgte für die 47:58 (22:24)-Niederlage gegen den Deutzer TV.

450 Zuschauer kamen in die frisch renovierte Glückauf-Halle, die blitzte und glänzte. Die neu gegründete Cheerleader-Gruppe der BGL hatte sich herausgeputzt. Nur der Ball wollte dann auf Lintforter Seite nicht mitspielen, entschied sich zu oft gegen den Weg durchs Netz. Hinterher waren sich auf Seiten der BGL viele einig: Wer zu Hause weniger als 60 Punkte kassiert, muss das Spiel gewinnen.

Dass dem am Samstagabend nicht so war, lag aber nicht unbedingt nur an offensiven Schwierigkeiten der Hausherren, sondern vor allem daran, dass sich beide Teams defensiv enorm das Leben schwer machten. So waren es letztlich unkonzentrierte fünf Minuten im Schlussabschnitt, die der BG Lintfort den Erfolg kosteten.

Doch bis dahin war es eine ausgeglichene Begegnung. Der Deutzer TV, Aufsteiger aus der zweiten Regionalliga, zeigte von Anfang an, dass der Klassenerhalt das klare Ziel des Teams aus Köln in dieser Saison sein soll. Ausgeglichen und tief besetzt konnte man der BGL sofort Paroli bieten. Doch auch eine gewisse Nervosität bei den Hausherren sorgte dafür, dass die Zuschauer zu Beginn eine zerfahrene Partie sahen.

Daran schloss sich die beste Phase der Lintforter an. Mit einem kleinen Lauf wurde der Gegner erstmals etwas dominiert. Doch die BGL konnte sich nie absetzen. Es war eine wahre Defensivschlacht. beide Mannschaften gönnten sich keinen Zentimeter, jeder Punkt war hart erkämpft. So lag die BGL zur Pause knapp mit 22:24 zurück.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel. Hüben wie drüben kaum Glück oder Effektivität in der Offensive, beide Mannschaften haderten mit einer schwachen Punkteausbeute. Nach einem erneut ausgeglichenen dritten Viertel (35:35) nutzten die Kölner die erste kleine Schwächeperiode der BGL gnadenlos aus. Plötzlich wurde aus einem Unentschieden ein Acht-Punkte-Rückstand. Diese Hypothek war an diesem Tag bereits zu groß, dafür war der BGL offensiv zu wenig gelungen.

Entsprechend nüchtern fasste Tobias Liebke die Partie am Ende zusammen: „Wir brauchen uns nichts vormachen, Deutz ist nicht der typische Aufsteiger, der in der Liga erst einmal ankommen muss. Nichtsdestotrotz haben wir genau diesen Erfahrungsvorsprung heute nicht ausgespielt. Wir hatten uns den Auftakt natürlich anders vorgestellt. Aber davon geht die Welt nicht unter, wir müssen weiter dran bleiben und werden unsere Chancen noch bekommen.“

BGL-Punkte: Schmak (15), Th. Achtermeier (8), Feige (7), Ebiballari (6), Mellmann (5), Krüger, Ti. Achtermeier (beide 3).

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