Baden gewinnt beim MSC und sichert sich dadurch den Klassenerhalt.

Volleyball : Rekordkulisse zum Saisonabschluss

Volleyball, 2. Bundesliga: MSC macht im Abschluss zu viele Fehler und verliert gegen Baden mit 2:3.

Es war ein denkwürdiger Saisonabschluss, den Volleyball-Zweitligist Moerser SC und seine Gäste vom TV Baden am Samstagabend ablieferten. Vor der Rekordkulisse von rund 600 Zuschauern im Enni-Sportpark lieferten beide Teams einen Krimi ab, an dessen Ende die Gäste ausgelassen jubelten: Durch ihren knappen 3:2 (22:25, 25:22, 25:17, 31:33, 20:18)-Erfolg sicherten sie sich Platz zehn und den Klassenerhalt, während der MSC die Spielzeit auf Rang vier beendete.

Die Moerser begannen mit Zuspieler Jonas Hoppe und Oliver Staab auf der Diagonalen, Lukas Schattenberg und Tom Webber auf der AA-Position, David Seybering und Oskar Klinger im Mittelblock sowie Libero Christian Gosmann.

Im ersten Satz hatten die „Adler“ das Geschehen im Griff und lagen stets in Führung. Nur bei 18:17 kam kurz Spannung auf, doch nach einer Auszeit von Trainer Hendrik Rieskamp fanden die Moerser zurück in die Erfolgsspur.

Anschließend wendete sich das Blatt. Zwar konnte der MSC nach einem 0:4-Rückstand zwischenzeitlich zum 11:11 ausgleichen, litt aber unter Hektik in der Abwehr. Zwei Satzbälle wehrten die Hausherren ab, dann punktete Baden zum 25:22. Dieser Ball war aus Sicht der Moerser allerdings sehr umstritten. Coach Rieskamp sah wegen unangemessenen Protestierens die Rote Karte, die einen 0:1-Rückstand im dritten Satz zur Folge hatte. Und es kam noch schlimmer, denn nun erlitt das Team einen Leistungseinbruch. Besonders das letzte Drittel des Durchgangs war geprägt von Fehlern in allen Bereichen, die Baden das schnelle 25:17 einbrachten.

Es folgte der längste Satz der Saison, der an Dramatik kaum zu überbieten war. 1:6, 4:10, 8:12 – zunächst schienen die Gäste am Drücker zu bleiben. Doch dann rissen sich die „Adler“ zusammen, kamen zum 16:16 und hielten das Remis bis zum 23:23. Anschließend vergab Baden gleich vier Matchbälle, und das bestrafte Schattenberg: Den vierten Satzball nutzte er zum 33:31.

Also bekamen die Zuschauer noch eine „Zugabe“ in Form des Tiebreaks geboten, und auch dieser Satz ging in die Verlängerung. Dieses Mal aber mit Happyend für die Gäste, die nach langem Zittern mit dem 20:18 den Klassenerhalt schafften.Damit konnte das Moerser Team die Zielvorgabe von Trainer Rieskamp, aus den letzten drei Spielen drei Siege zu holen, nur zu zwei Dritteln erfüllen. Sein Team hatte zu große Schwächen im Aufschlag und im Außenangriff offenbart.

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