Fußball: Ansorge will nicht klagen, aber es wird eng für Fichte

Fußball: Ansorge will nicht klagen, aber es wird eng für Fichte

Sie gaben sich die Hand und wünschten sich für den Rest der Saison in der Fußball-Landesliga alles Gute. Uwe Ansorge und Jörg Kessen, die beiden Trainer von Fichte Lintfort und vom Duisburger SV 1900, wissen, dass es im weiteren Saisonverlauf für ihre jeweiligen Teams wohl gegen den Abstieg gehen wird. So jedenfalls sieht es nach dem 1:3 (0:1) der Fichteraner in Wanheimerort beim Blick auf die Tabelle aus.

Nach zwei Niederlagen seit der Winterpause ist die Ansorge-Elf urplötzlich nur noch auf Rang 13 zu finden, der DSV kletterte auf Rang elf. Allerdings ist für beide Teams der Abstand auf die Abstiegsplätze nicht gerade üppig. "Das war ein Sechs-Punkte-Spiel, von dem wir uns weitaus mehr versprochen hatten. Aber man hat uns die fehlende Spielpraxis doch stark angemerkt", sagte Ansorge nach dem Schlusspfiff stirnrunzelnd. Ihm fehlten mit Kapitän Albert Mehmeti, Igor Rajkovic und Yusuf Dogan zudem drei wichtige Stammspieler.

Zum Auftakt der Partie ließen es die Klosterstädter an Ordnung vermissen. Die Routiniers im Fichte-Dress bemühten sich zwar, die Regie an sich zu reißen, aber gegen das frühe Gegentor konnten auch sie nichts ausrichten. Da parierte Torhüter Adrian Fertykowski zwar einen abgefälschten Freistoß der Gastgeber, das abprallende Geschoss wurde dann allerdings zu einer "dankbaren Angelegenheit" für Timo Welky, der den Ball nur noch einzuschieben brauchte.

Mit Schwung aus der Kabine

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Am Drücker waren die Rot-Weißen erst ab der 20. Minute. Der Gastgeber hatte bis zum Pausenpfiff nicht mehr viel zu melden. Ergün Tekin mit einem Kopfball, Besnik Saljiji mit einem Distanzschuss und Sercan Baloglu mit einer prima Chance im Strafraum verpassten in dieser Zeit aber den Ausgleichstreffer. Mit Schwung kamen die Gäste aus der Kabine zurück – und wurden erneut kalt erwischt. Mümin Aktürk nutzte ein weiteres Abstimmungsproblem im Lintforter Defensiv-Verbund zur 2:0-Führung.

Baloglu zirkelte 15 Minuten später einen Freistoß direkt in den Winkel und sorgte damit für einen kleinen Hoffnungsschimmer bei seinen Farben. Aber Duisburgs Carlo Strauß machte diesen mit seinem Treffer zum 3:1 in der Schlussphase gleich wieder zunichte. "Wir dürfen uns über diese Niederlage nicht beklagen", betonte Ansorge.

(RP)