Lokalsport: Adler souverän, SVN völlig von der Rolle

Lokalsport : Adler souverän, SVN völlig von der Rolle

Handball-Verbandsliga: Unterschiedliches Auftreten der beiden Klubs. Miller erweist seinem Team einen Bärendienst.

Die Moerser Adler HSG bleibt in der Erfolgsspur. Der Handball-Verbandsligist bezwang vor heimischer Kulisse die HSG Wesel nach einer sehenswerten Aufholjagd verdient mit 23:18 (7:12). Auch ohne den verletzten Christian Lange und den erkrankten Alexander Sobiech präsentierten sich die Adler hoch motiviert.

Die Angriffsvariante, teilweise mit zwei Kreisläufern zu agieren, verpuffte schnell. Moers nahm nach einem 4:7-Rückstand wieder einen Systemwechsel vor. Besser wurde es aber nicht. Die Mannschaft traf oftmals die falschen Entscheidungen, litt auch unter einer schwachen Trefferausbeute. Wesel nutzte dabei die Schwächen des Gegners und warf etliche einfache Tore mit dem Gegenstoß. Die Moerser nahmen nach dem Seitenwechsel einen neuen Anlauf. Das Team holte sich die nötige Sicherheit mit einem beherzten Deckungsauftritt, dazu kam der starke Torwart Tobias Kokott auf der Linie. Wesel fiel überhaupt nichts mehr ein. Der Aufsteiger knickte total weg, präsentierte sich schlapp, konzeptlos und ohne Körpersprache. Die Moerser hingegen wurden minütlich mutiger, wurden nun tonangebend und gewannen die zweite Hälfte mit 16:6. "Unser taktisches Konzept hat erst in Halbzeit zwei gegriffen", schwärmte HSG-Trainer Dieter Lau.

HSG: Vook 7/6, Beutelt 4, Opper 4, Windrath 3, Bullermann 2, Stark 1, Feltgen 1, Rosendahl 1.

Der SV Neukirchen kann offenbar nicht mehr gewinnen. Die Blau-Gelben unterlagen beim TV Geistenbeck mit 31:32 (13:18) und kassierten die vierte Niederlage in Serie. Die Gäste traten ohne Daniel Peters (Ellenbogenverletzung am Wurfarm) und Nils Michaeli (private Gründe) an. Die Kontrahenten schenkten sich nichts, das Spielgeschehen blieb eng und spannend. Beide Teams drückten das Gaspedal ordentlich durch. Neukirchen musste im Zuge dessen in der Endphase des ersten Durchgangs einige personelle Veränderungen vornehmen. Die Mannschaft verlor ihren Rhythmus und geriet bis zum Pausenpfiff noch deutlich mit fünf Toren in Rückstand. Die Gäste kamen nicht gut zurück aus der Kabine. Es gab einen kollektiven Black-Out. In der Deckung wurden einfache Eins-gegen-Eins-Duelle verloren. Aufsteiger Geistenbeck nahm die Geschenke dankend an und zog auf 26:16 davon. In dieser Phase sah Torsten Miller wegen einer Unsportlichkeit die Rote Karte. Neukirchen suchte sein Heil in einer offensiven Deckung: Erst mit einer 4:2-Formation, später sogar mit einer 3:3-Ausrichtung. Die SVN-Aufholjagd begann erst, als Geistenbecks Hüpperling in der 52. Minute nach einem Foul an Jan Roschig des Feldes verwiesen wurde.

SVN: Bryja (7), Bartnik, Kaplanek (je 5), Behmer (4/2), Miller (4/1), Roschig (3), Casper (2) und Wilke (1).

(RP)
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