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Lokalsport: Ab durch den Matsch

Lokalsport : Ab durch den Matsch

Jan Hoormann vom MSC Kamp-Lintfort nimmt erstmals im Profibereich an einer deutschen Meisterschaft teil.

Seit Kindesbeinen kam Jan Hoormann schon mit dem Motocross in Berührung. Papa Ralf, seit Jahrzehnten international im Motocross erfolgreich, war ein großes Vorbild. So war es fast unvermeidlich, dass Jan Hoormann im Alter von nur 15 Jahren erstmals auf einem Quad die ersten Trainingseinheiten auf einer Motocross-Piste absolvierte: Allerdings mit einem Motor, der nur 250-Kubikzentimeter Hubraum hatte und knapp über 40 PS von sich gab. 2010 war der Youngster soweit, um die ersten Rennen zu bestreiten. Nur ein Jahr später war Jan Hoormann bester Nachwuchsfahrer beim MX-CUP und 2012 bereits Fünfter in der Gesamtwertung. In der folgenden Saison wurde aufgerüstet. Clemens Eicker aus Rayen stellte eine E-ATV mit einem 450-Kubikzentimeter-Triebwerk zur Verfügung. Damit sprangen für den Gelderner sogar einige Top-3-Platzierungen heraus.

Ermutigt durch die Erfolge fasste der Fahrer des Motorclubs Kamp-Lintfort für 2014 den Entschluss, sich bei der deutschen Meisterschaft der harten Konkurrenz im Profilager zu stellen. Angepeilt war, im Teilnehmerfeld von über 40 Fahrern aus sieben Nationen, in der Quad-DM unter den Top 15 zu landen. Die Reise ins Ungewisse führte zu acht Rennstrecken kreuz und quer durch die Republik.

Nach guter Vorbereitung ging es Ostern zum Auftakt ins "heimische" Grevenbroich. Dort gab es nach den beiden Rennen Ernüchterung: Trotz schneller Zeit in der Qualifikation verhinderten "dicke Arme" in den darauf folgenden Wertungsläufen die Fahrt in die Punkteränge. Fern der Heimat gab es dann aber an der polnischen Grenze im ostdeutschen Wriezen die ersten Punkte.

In Aufenau und Prisannewitz lief es ähnlich gut. Es folgte ein Rückschlag im schwäbischen Reutlingen. Nach einem kapitalen Sturz ging Hoormann trotzdem ins Rennen, biss die Zähne zusammen und konnte zweimal punkten. Die Sturzfolgen waren allerdings so heftig, dass ein Start in Tessin (Mecklenburg-Vorpommern) unmöglich war. Wieder fahrtüchtig, nahm er im norddeutschen Vellahn teil.

Beim letzten Lauf zur Deutschen Quad-Meisterschaft gab es auf der Schwäbischen Alb in Gerstetten einen versöhnlichen Abschluss. Am Ende reichte es für den jungen Mann vom Niederrhein mit 81 Punkten zu Rang 17 in der Meisterschaft. Im "innerdeutschen" Ranking steht Hoorman auf Platz acht.

Das Fazit von ihm zu seinem DM-Abenteuer: "Die Leistungsunterschiede zwischen der DM und den bisherigen Serien, die ich fuhr, sind doch schon sehr hoch. Bei einigen Läufen war ich vom Kopf her nicht ganz frei und zu verkrampft. So konnte ich die Leistung nicht abrufen, die ich sonst problemlos zeigen kann." Im nächsten Jahr will Jan Hoormann wieder bei der Deutschen Meisterschaft den Erfolg suchen, wird aber auch beim ADAC MX-Cup und Hessencup starten.

(RP)