Lokalsport: 0:3! Scherpenberg ist nur noch Vierter

Lokalsport : 0:3! Scherpenberg ist nur noch Vierter

Fußball Landesliga: Das Team aus dem Wäldchen verliert sein Heimspiel gegen die SF Niederwenigern.

Der SV Scherpenberg hat im Kampf um den Aufstieg in die Fußball-Oberliga nur noch minimale Chancen: Nach der 0:3-Heimniederlage gegen die Sportfreunde Niederwenigern rutschte der SVS auf Rang vier ab. Der Rückstand auf die Plätze zwei und drei, die vom FSV Duisburg und Niederwenigern belegt sind, beträgt vor dem letzten Saisonspiel jeweils drei Punkte und sieben sowie vier Tore.

Die Umstände der Niederlage sorgten gestern im "Wäldchen" allerdings für viele Diskussionen, in deren Mittelpunkt Schiedsrichter Jörg Jörissen stand. In den Verdacht, ein "Heimschiedsrichter" zu sein, geriet er jedenfalls keinesfalls.

Doch der Reihe nach. Im Verfolgerduell zwischen dem bisherigen Dritten und Vierten der Tabelle erwischte Scherpenberg einen guten Start, verpasste aber das Führungstor. Erst faustete Gäste-Keeper Alexander Golz einen Distanzschuss von Ercan Sendag zur Ecke (4. Minute), dann verzog Maximilian Stellmach frei stehend nach schönem Steilpass von El Houcine Bougjdi (12.). Dann jubelten die von einer großen Anhängerschar begleiteten Essener. Am Ende einer schönen Kombination drückte Florian Machtemes den Ball zum 0:1 über die Linie (27.).

Kurz vor der Halbzeitpause sorgte Schiedsrichter Jörissen erstmals für Aufregung: Als Gäste-Angreifer Paul Beyer nach einem Steilpass versuchte, den Ball im Strafraum zu erlaufen, machte SVS-Keeper Dominik Weigl eigentlich alles richtig. Er kam aus seinem Tor und bekam den Ball mit beiden Händen zu fassen. Beyer lief dann gegen den Torwart und kam zu Fall, was der Unparteiische mit einem Strafstoß ahndete. "Er hat mir in der Pause gesagt, dass Dominik die Intensität nicht reduziert hat, nachdem er den Ball hatte", konnte Sezgin Demirci über die Begründung des Unparteiischen nur den Kopf schütteln. Die Chance ließ sich Niklas Lümmer nicht nehmen und verwandelte zum 0:2.

Nach dem Seitenwechsel war den Scherpenberger Akteuren anzumerken, dass ihnen das Geschehen rund um den zweiten Gegentreffer noch in den Köpfen spuckte. Während Niederwenigern immer wieder gut konterte, kam Scherpenberg nur noch einmal gefährlich zum Abschluss. Emre Terzi scheiterte dabei aber nach Doppelpass mit Almir Sogolj mit seinem Schuss aus spitzem Winkel am stark reagierenden Golz (70.).

Und dann schimpften die Hausherren erneut auf den Schiedsrichter. Dieses Mal war Ercan Sendag im Strafraum gehalten worden, aber Jörissen verweigerte dem SVS in dieser Szene einen Elfmeter. Das war zu viel für Sendag, der zuvor schon "Gelb" gesehen hatte. Für sein heftiges Reklamieren sah er die "Ampelkarte" (78.) und fand besondere Erwähnung im Spielbericht. In Unterzahl kassierten die Scherpenberger noch das 0:3 durch Marius Lünemann (82.), wobei sie vergeblich eine Abseits-Stellung des Torschützen reklamierten.

(RP)
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