Moers: SPD plant für das Weiße Haus die große Lösung

Moers : SPD plant für das Weiße Haus die große Lösung

40 Sozialdemokraten aus Moers und Kapellen, die zur Mitgliederversammlung ins Haus Engeln kamen, standen hinter den Überlegungen der SPD-Fraktion, beim Weißen Haus auf die große Lösung zu setzen. Bei dieser Variante D würde das Weiße Haus, das am Kastell vor dem Moerser Schloss liegt, renoviert und um einen Neubau erweitert werden, um dort ein Trauzimmer und die Verwaltung des Schlosstheaters einzurichten.

Das würde geschätzte sechs Millionen Euro kosten. Ins Terheydenhaus, das daneben liegt, soll die Moers Marketing GmbH und das Tourismusbüro einziehen, nachdem es für geschätzte 1,2 Millionen Euro umgebaut und renoviert ist.

"Die Variante D ist nur möglich, wenn das Vorhaben mit 80 Prozent gefördert wird", sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Carmen Weist, die die Kooperation von SPD, Grafschaftern und Grünen als "konstruktive und gestaltende Kraft für Moers" beschrieb. "Dazu muss alles in ein städtebauliches Konzept eingebunden sein." Ibrahim Yetim ergänzte als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Moers und SPD-Ratsherr, ein entsprechender Antrag der Fraktion sei ausgearbeitet, die Möglichkeit der Förderung zu prüfen. Näheres sagte er nicht.

Auch wenn die Sozialdemokraten diese Variante unterstützen, äußerten sie Möglichkeiten, falls die Förderung nicht zustande kommen sollte, auch für kleinere Lösungen. "Es müssen belastbare Zahlen vorliegen, wie viel die Varianten kosten", meinte zum Beispiel Axel Sandhofen, wie weitere Sozialdemokraten, die sich zu Wort meldeten.

Niemand wolle für ein Prestigeobjekt die Grundsteuer B für bebaute Grundstücke erhöhen oder soziale Leistungen kürzen.

Yetim berichtete über die Landespolitik. Insbesondere zeichnete er den Weg nach, wie die Entscheidung gefallen sei, das Finanzamt Ende 2018 von Moers nach Kamp-Lintfort zu verlegen. Die Hellmich Unternehmensgruppe habe das einstige Siemens-Gebäude mit dem Gedanken erworben, dort könne sich die Hochschule ansiedeln. 2009 sei Oliver Wittke, der zuvor Verkehrsminister der CDU-FDP-Landesregierung gewesen sei, zu dieser Dinslakener Unternehmensgruppe gewechselt. "Da stellen sich viele Fragen", meinte der Moerser SPD-Bundestagsabgeordnete.

(got)
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