Moers: Spannendes Vorlesetheater um Quentin, die Qualle

Moers: Spannendes Vorlesetheater um Quentin, die Qualle

Quentin Qualle und seine Freunde sind besorgt. Seitdem die mürrische Muräne Hans direkt vor ihrer Haustür wohnt, haben sie jeden Morgen Angst, zur Schule zu gehen. Doch als Quentin erfährt, dass Hans nur deswegen so unleidlich ist, weil er unter einer ständigen Dauermigräne leidet, beschließt er, ihm zu helfen. Wie er das macht, und was dabei so alles geschieht, erfuhren gestern rund 60 Moerser Kita-Kinder bei einer spannenden Lesetheater-Aufführung mit dem Mainzer Schauspieler Michael Hain in der Bibliothek im Hanns-Dieter-Hüsch-Haus.

Knapp eine Stunde lang schlüpfte Hain in immer wieder verschiedene Rollen und nahm seine quirlige Zuhörerschaft dabei mit auf eine spannende Reise in Quentin Qualles nassen Lebensraum. "Nun", begann er, nachdem er zuvor mit Hilfe einer kleinen Helferin eine große, mit einer Metallfolie bedeckte Projektionsleinwand von ihrer Hülle befreit hatte. "Was eine Qualle ist, wisst ihr ja wohl?" Alle nickten. "Aber was ist eine Muräne?" Das wussten nicht mehr ganz so viele. "Ein langer Fisch", ließ sich schließlich eine leise Mädchenstimme hören. Diesmal nickte Michael Hain. "Stimmt. Und zwar ein ganz gefährlicher", sagte er und schaute vorsichtig in eine mitgebrachte Seemannstruhe. "Ich glaube da ist eine drin. Soll ich sie rausholen?" "Jaaaa!!!", erklang es einstimmig aus dem Publikum, während er eine aus einer alten Socke hergestellte Handpuppe aus der Truhe zauberte und sie nach einer kurzen Vorstellung auf dem oberen Rand der Projektionsleinwand parkte, um sich dann dahinter in einen derben Seemann mit Angelrute zu verwandeln.

Und wer will jetzt Quentin sein?" Alle Hände schossen in die Luft. "Du", wählte Hain ein Mädchen aus und verwandelte es mit einer aus einer Plastikschüssel und silbrigen Hängestreifen bestehenden Kopfhaube in eine schmucke Qualle. Anschließend durften dann nach einigen Atemübungen auch alle anderen Kinder in die leise auf der Leinwand vor sich hin rauschende Meereswelt von Quentin Qualle und Muräne Hans abtauchen. Am Ende konnte Quentin den leidenden Hans mit Hilfe einer heilsamen Algenknolle seiner Großmutter Querulante nicht nur von seiner Migräne befreien, sondern ihn sogar in einen Vegetarier verwandeln.

  • Anstoss : Abtauchen hilft nicht

"Quentin Qualle - die Muräne hat Migräne" ist das dritte im Loewe Verlag Bindlich erschienene Kinderbuch von Autor Jens Carstens und Illustratorin Julia Ginsbach um die kleine Qualle und ihre Freunde.

(lang)