Sommerfest beim Bienenzuchtverein in Kamp-Lintfort

Bienenzuchtverein Kamp-Lintfort: Im Klostergarten summt und brummt es

Der Bienenzuchtverein Vierquartieren hatte für seine Besucher viel Programm vorbereitet.

Der Bienenzuchtverein Vierquartieren hat am Sonntag sein Sommerfest gefeiert. Im Vereinsheim am Klostergarten und auf dem Außengelände gab es viel zu sehen. Vereinsmitglieder und Händler vom Niederrhein stellten ihre Arbeit vor. Kassenwart Michael Goldmann und seine Kollegen erzählten den Besuchern Wissenswertes über die Bienenvölker. 
Mutige trauten sich dabei ganz nah an die Schaukästen heran, andere nahmen lieber etwas Abstand, wenn die Kästen geöffnet wurden.

Einer Korbflechterin konnte man beim Flechten zusehen. An einem anderen Stand wurde fleißig geklöppelt. Der Grafschafter Geflügelverein hatte einige Tiere mitgebracht. Ein Stück weiter konnten Zuchtkaninchen bestaunt werden. Es gab selbst gemachte Marmeladen und natürlich Honig. Vereinsmitglied Sabine Fritsch-Kobs bot Wildkräuter und „besonders bienenfreundliche“ Pflanzen an. „Es gibt Sedum, Salbei, Lavendel, Oregano, Rosmarin, Strauchbasilikum und mehr. Die Leute haben aber auch schon sehr viel gekauft“, berichtet sie. Beliebt seien die Pflanzen besonders bei Menschen, die sehr naturverbunden sind und Bienen anlocken wollen. 
„Wir veranstalten fast jedes Jahr einen Tag der offenen Tür in unserem vereinseigenen Bienenhaus“, berichtete Stefan Weißbacher, Vorsitzender des Bienenzuchtvereins, und freute sich über den großen Andrang. Der Verein habe rund 100 Mitglieder, von denen 60 aktive Imker mit eigenen Bienenbeständen seien. Interessenten seien immer willkommen. Er freute sich auch über die Teilname des Naturschutzbundes, der mit den Besuchern ins Gepräch kam. 
Vor den Augen der Besucher verwandelte der Kettensägenkünstler Klaus Rhiembach ein Stück Baumstamm in eine sogenannte Klotzbeute. Das etwa 1,20 x 0,70 Meter große Holzstück wurde ausgehöhlt, verziert und mit einem Eingang versehen, so dass hier später viele Tausend Bienen wohnen und arbeiten können. „Die Leute sind begeistert“, sagte Klaus Rhiembach, während er das Kunstwerk in Form einer Eule bearbeitete. Für ihn habe die Arbeit einen doppelten Reiz.

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Zum einen sei die Klotzbeute schön anzusehen, zum anderen werde das Kunstwerk sinnvoll eingesetzt. Die Klotzbeute in Form eines Bären, die er im vergangenen Jahr herstellte, ist schon lange bewohnt. Hinter einer Plexiglasscheibe kann man die Bienen beobachten. Bei den Besuchern kam das gut an.

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