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Solarpark Mühlenfeld in neukirchen-Vluyn: Mosaikstein in Sachen Klimaschutz

Bürgermeister Lenßen über den Solarpark Mühlenfeld : Mosaikstein in Sachen Klimaschutz

Der Solarpark der Enni in Neukirchen-Vluyn war der erste in der Region. Seit sieben Jahren liefert er Strom für fast 1000 Haushalte. Bürgermeister Harald Lenßen betrachtet den Park als wichtigen Teil des städtischen Konzepts zum Klima- und Umweltschutz.

Seit 2013 ist der Solarpark am Mühlenfeld im Betrieb. Neukirchen-Vluyn war damit Vorreiter in der Region. Macht Sie das stolz?

Harald Lenßen Das macht mich natürlich sehr stolz, dass wir gemeinsam mit der Enni als erste Stadt in der Region ein klares Zeichen für erneuerbare Energien setzen konnten und knapp 1000 Haushalte mit dem dort gewonnenen Strom versorgen können. Neukirchen-Vluyn hat damit ein überregionales, regeneratives Leuchtturmprojekt gewonnen. Der Solarpark ist ein weiterer, wichtiger Mosaik-Stein in Sachen Klimaschutz in unserer Stadt.

Welche Bedeutung hat die Anlage für die Stadt Neukirchen-Vluyn – sowohl ökologisch als auch ökonomisch gesehen?

Lenßen Aus ökologischer Sicht passt der Solarpark Mühlenfeld hervorragend zu unserem Engagement in Sachen Klimaschutz. Der Solarpark produziert jährlich rund 3500 Megawattstunden elektrische Energie für ungefähr 940 Haushalte. Dadurch können rund 2400 Tonnen Kohlendioxid (CO2) gespart werden. Ökonomisch hat der Solarpark ebenfalls eine große Bedeutung für Neukirchen-Vluyn. Mit dem von Enni integrierten Energiepfad werden die Menschen eingeladen, regenerative Energiegewinnung live zu erleben. Der Energiepfad hat sich zu einem echten Anziehungspunkt entwickelt und sensibilisiert für das Thema. Dass er ein echtes Novum ist, zeigen nicht zuletzt auch die beiden Auszeichnungen. Damit können auch wir als Stadt werben – für Tourismus als auch für Klimaschutz! Die Enni ist ein wichtiger und verlässlicher Partner für die Stadt Neukirchen-Vluyn. Darüber hinaus darf nicht vergessen werden, dass die Stadt auch ökonomisch an dem Unternehmen beteiligt ist. Wenn das Unternehmen Enni erfolgreich ist, profitieren auch die Bürgerinnen und Bürger hinsichtlich der Ausschüttung.

Sind weitere Solaranlagen in Neukirchen-Vluyn in Planung?

Lenßen Neben den bereits im Stadtgebiet installierten Photovoltaik-Anlagen, wie zum Beispiel auf dem Dach des Julius-Stursberg-Gymnasiums oder dem Kombibau in Vluyn, ist eine weitere Solaranlage an der A 40 in Planung. Die Enni führt diesbezüglich bereits Gespräche. Da wir aktuell vor Ort leider keine weitere Energie mit Windkraft gewinnen können, wollen wir verstärkt auf Solaranlagen und Photovoltaik setzen, um dieses Defizit zu kompensieren.

Wie wichtig sind für Sie persönlich die Themen Energiewende, Klima- und Umweltschutz?

Lenßen Das Klimaschutzkonzept der Stadt Neukirchen-Vluyn, das 2014 auf den Weg gebracht wurde, sowie 2016 die Einstellung des Klimaschutzmanagers zeigt, wie die Verwaltung und damit auch ich persönlich zum Thema Klima- und Umweltschutz stehen. Ich habe den Posten des Klimaschutzmanagers zur Stabstelle und damit zur Chefsache erklärt. Würde ich nicht aus Überzeugung dahinter stehen, hätte ich das nicht so organisiert. Die Verwaltung ist entsprechend vernetzt und wir stehen im engen Kontakt mit vielen Organisationen unter anderem auch mit „Fridays for Future“. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir so viele junge Menschen haben, die sich engagieren.
Wir haben bereits an vielen Stellen gezeigt, welchen Stellenwert Umwelt- und Klimaschutz in Neukirchen-Vluyn hat. Ein Beispiel ist das klimafreundliche Mobilitätskonzept, das der Rat verabschiedet hat. Wir waren auch eine der ersten Kommunen in der Region, die ein E-Fahrzeug im Betrieb hatte. Mittlerweile sind es zwei und weitere Fahrzeuge sind in Planung. Ganz aktuell wurde Neukirchen-Vluyn nun für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert. Wir befinden uns am Start eines Marathonlaufs und gehören bereits zu der Führungsgruppe. Jetzt wollen wir auch gewinnen!