Solar-Experte mit Blick auf Moers Warum sich der Kauf einer PV-Anlage jetzt lohnt

Laut einer Erhebung des Vergleichs- und Informationsportals Selfmade Energy liegt das Solaranlagen-Wachstum in Moers über dem bundesweiten Durchschnitt. Das Frühjahr, heißt es, sei die beste Zeit zur Anschaffung.

Immer mehr Hauseigentümer setzen auf selbstgemachte Energie und installieren PV-Anlagen auf ihren Hausdächern.

Immer mehr Hauseigentümer setzen auf selbstgemachte Energie und installieren PV-Anlagen auf ihren Hausdächern.

Foto: dpa-tmn/Andrea Warnecke

Insgesamt 189 Solaranlagen sind im vierten Quartal 2023 in Moers neu installiert worden. Das geht aus einer Erhebung – dem „SolarAtlas“ – des Vergleichs- und Informationsportals Selfmade Energy hervor. Das Plus, heißt es, entspreche einem Zuwachs von 8,0 Prozent im Vergleich zur letzten Datenerhebung im dritten Quartal 2023.

Damit liegt das Wachstum in Moers über dem bundesweiten Durchschnitt von 7,0 Prozent aller deutschen Städte (7,0 Prozent). Die Gesamtzahl der in Moers installierten Solaranlagen beträgt laut Selfmade Energy aktuell 2544 – das entspricht ungefähr einer Fläche von 24 Fußballfeldern.

Die installierte Leistung in Moers liegt damit bei insgesamt 37 Megawatt. Gemessen an der Anzahl der PV-Anlagen pro 1000 Einwohner schafft Moers es im Ranking der Städte auf Platz 1624 – gemessen an der insgesamt installierten Leistung auf Rang 249. Das wiederum geht aus den offiziellen Photovoltaik-Ausbauzahlen der Bundesnetzagentur für das vierte Quartal 2023 hervor, die das Vergleichsportal für 2050 Städte ausgewertet hat.

„Im Jahr 2023 wurden in Deutschland so viele Photovoltaikanlagen installiert wie nie zuvor: Mehr als eine Million Systeme, davon mehr als 600.000 in der für private Dachanlagen typischen Leistungsklasse zwischen zwei und 15 Kilowatt“, sagt „Selfmade Energy“-Geschäftsführer Tim Rosengart. „Dieser neue Rekord zeigt einmal mehr, dass viele Hauseigentümer energetisch unabhängig werden und ihren eigenen Strom erzeugen wollen.”

Bezogen auf das vierte Quartal sei die Nachfrage allerdings vergleichsweise schwach gewesen, so der Solar-Experte. Viele Hausbesitzer hätten zuletzt mit der Anschaffung einer Solaranlage gewartet, weil sie sich in der zweiten Runde des KfW-Programms 442 „Solarstrom für Elektroautos“ um die attraktive Förderung bewerben wollten. Mit bis zu 10.200 Euro wurde dabei die Installation von privaten Dachanlagen, Batteriespeichern und Wallboxen gefördert.

„Die Mittel von 300 Millionen Euro waren in der ersten Runde im September nach nicht einmal einem Tag ausgeschöpft“, sagt Rosengart. „Letzte Woche hat das Bundesministerium für Digitales und Verkehr für Klarheit gesorgt. Das KfW-Programm wird aufgrund der großen Lücken im Bundeshaushalt definitiv nicht fortgesetzt. Hausbesitzer, die nun leer ausgegangen sind, sollten das Beste aus der Situation machen und sich beeilen:  Viele Solarfirmen sind aufgrund der ohnehin geringeren Nachfrage im Winter und der hinausgezögerten Kaufentscheidung vieler Hausbesitzer aktuell nur schwach ausgelastet und gewähren, im Vergleich zum letzten Frühjahr, heftige Preisnachlässe von bis zu 25 Prozent.”

(juha)
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