Moers: Selig sind Hauptact beim Eselrock

Moers : Selig sind Hauptact beim Eselrock

Die Vorbereitungen für das Weseler Eselrock-Festival laufen auf Hochtouren, und genau jetzt erhielt Simon Bleckmann einen Rückschlag. Der Initiator des Festivals, das in diesem Jahr zum elften Mal im Heubergpark stattfindet, hat ein Rückenleiden.

"Dadurch kann ich das erste Mal nicht beim Aufbau mit dabei sein. Das macht mich schon echt traurig und ist ein komisches Gefühl. Doch wir haben ein super Team", erzählt der 36-Jährige.

Der Aufbau wird in diesem Jahr etwas anders verlaufen. "Wir haben ein paar kleine Veränderungen mit hoffentlich großer positiver Wirkung für die Besucher vorgenommen", erklärt Bleckmann So soll die Bühne etwas gedreht werden und das Pult für die Technik sowie das Rollstuhlpodest anders platziert werden, sodass das Publikum mehr Platz hat. Auch ansonsten wird das Gelände barrierefrei sein. Das ist durch den Kinder- und Jugendförderplan NRW möglich.

"Es liegt uns sehr am Herzen, dass alle sich hier auf dem Gelände frei bewegen und etwas sehen können." Diese Umstrukturierung ändert aber nichts an der Besucherzahl. So können am Freitag und Samstag nach wie vor 3000 bis 4000 Zuschauer kostenlos den insgesamt 21 Bands auf zwei Bühnen lauschen. Nach dem zehnjährigen Jubiläum im vergangenen Jahr hat das Eselrock Team an dem Konzept festgehalten, am Freitag bereits die Hauptbühne zu öffnen.

Hier treten in diesem Jahr mit Das Lumpenpack und Selig zwei sehr bekannte Acts auf, denen auch Bleckmann selbst entgegenfiebert: "Mit meinen fast 37 Jahren bin ich sehr gespannt auf Selig. Die Band ist Teil meiner Jugend. Auch auf die Band Lumpenpack freue ich mich sehr. Es ist der Versuch, Comedy mit ins Festival zu bringen. Es wird musikalisch auf jeden Fall interessant." Am Samstag stellen Le Fly aus Hamburg, die bereits 2010 im Heubergpark aufgetreten sind und die Rogers, die musikalisch bei den Toten Hosen und den Broilers eingeordnet werden können, die Hauptacts dar. Bleckmann verrät zudem seinen persönlichen Geheimtipp: "13 Crowes aus Schottland sind super. Sie haben sich bei uns beworben und haben mir direkt gefallen."

Die Seebühne ist am Samstag wieder für Talente aus NRW reserviert. "Es liegt uns immer auch besonders am Herzen, junge Talente zu fördern." Das machen sie beispielsweise mit der Band Volltrunken aus Wesel. Auch der Goldeselgewinner Louder Than Wolves wird hier auftreten. Besonderes Glück hat die Band Scheuch wie Heu, deren Ursprünge bei Begründer Mario Scheuch in Haldern liegen. Sie darf am Samstag um 13 Uhr die Hauptbühne eröffnen. "Es war schon immer ein großer Traum, beim EselRock aufzutreten und es ist die größte Bühne, auf der wir bis jetzt gespielt haben", erzählt Mario Scheuch.

Der 26-Jährige studiert in Geisenheim Internationale Weinwirtschaft und ist Sänger und Gitarrist der Funkformation Scheuch wie Heu. Das Quartett, das sein Debutkonzert 2013 in der Haldern Pop Bar hatte, hat längst die Grenzen des Lindendorfs verlassen und stand bereits in Oberhausen und Hamburg auf der Bühne. Das Publikum kann sich auf selbstgeschriebene Texte in poppigem Sound freuen, der Funk, Hip-Hop und Punk mit Pop vereint.

Ab Mittwoch beginnen die Vorbereitungen vor Ort. Dann werden Technik und Bühnen installiert. Das familiäre Festival EselRock findet am Freitag, 8. Juni und Samstag, 9. Juni auf dem Gelände des Heubergparks statt. Der Eintritt ist wie immer frei. Der genaue Spielplan findet sich im Internet unter https://eselrock.de/spielplan.html. Damit die Einlasskontrollen so schnell und sicher wie möglich ablaufen, sollten Besucher beachten: Es sind nur Taschen mit einem Format bis Din A4 zulässig, auf dem gesamten Gelände herrscht Glas- und Alkoholverbot. "Das wichtigste ist aber, dass die Leute gute Laune und gutes Wetter mitbringen und auch bei schlechtem Wetter wird der Heubergpark gerockt."

Julia Latzel

Weitere Infos gibt es unter www.eselrock.de.

(RP)
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