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Moers: Seewerk: Hochburg der modernen Kunst

Moers : Seewerk: Hochburg der modernen Kunst

Jazz, Comedy und Schlosstheater, Moers hat schon lange ein paar echte kulturelle Highlights zu bieten, doch langsam wird die Stadt auch zur Hochburg der modernen Kunst.

Nachdem vor zwei Jahren das Künstlertrio Püchner, Stoecklin und Woll auf der Kulturinsel Nepix Kull eine riesige, imaginäre Waschmaschine errichtet hatte, und ein Jahr später der japanische Künstler Keisuke Matsuura die Insel mit Segeltuchbahnen schmückte, eröffnete jetzt am Samstag der international bekannte Bildhauer Anatol Herzfeld mit seinem aus 17 thronartigen Stühlen bestehenden "Inselparlament" ein weiteres Kapitel in der noch jungen Geschichte der Stadt Moers als Ausstellungsstätte zeitgenössischer Kunst.

Viele Erstaunliche Arbeiten

Schätzungsweise 60 Besucher zählte das künstlerische Ereignis, bei dem auch der Künstler in seinem unverwechselbaren Outfit aus rot-schwarzer Arbeitshose und schwarzem Hut zugegen war und mit einem aufmerksamen Lächeln der Laudatio von Kunsthistoriker und RP-Redakteur Dr. Heribert Brinkmann lauschte, in der er als unermüdlicher und stets ehrlicher Verfechter der demokratischen Grundidee von der Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz und vor Gott beschrieben wurde. Doch die Ausstellungseröffnung an der Nepix Kull war für Anatol Herzfeld nicht die einzige an diesem Nachmittag.

Gemeinsam mit 23 anderen, zum Teil nicht weniger renommierten Künstlern war der heute 79-jährige ehemalige Beuys-Schüler auch noch mit einigen weiteren seiner Werke in einer zeitgleich stattfindenden, großen Kunstausstellung auf dem Gelände des ehemaligen Durjadin-Werkes am Silbersee vertreten. Bereits 2006 hatten hier die Besitzer Angelika Petri und Frank Merks erstmals mit Hilfe der auf dem Gelände beheimateten Firmen eine Ausstellung mit Werken 30 regionaler und international bekannter moderner Künstler organisiert. Eine Tradition, die sie in den letzten Jahren erfolgreich fortgesetzt haben. So waren am Eröffnungstag viele erstaunliche Arbeiten moderner Künstler in den Räumen der inzwischen als Künstlerkolonie "Seewerk" bekannten Stätte am Kapellener Silbersee zu sehen. Allein in einer als "Immendorf-Halle" bezeichneten Etage präsentierten sich neun Künstler, auch einige der am Silbersee ansässigen Firmen wie die Audioelektronik GmbH Berendsen und der Messe- und Eventdienstleister Teamtischer hatten ihre Räume für die Kunst geöffnet, und in dem weitläufigen Außengelände erwartete die Besucher ebenfalls ein breites Spektrum an Skulpturen und Installationen.

Bilder auf www.rp-online/moers.de

Info Die Ausstellung am Silberseeweg 1 dauert noch bis zum 17. Oktober und kann dort jeweils samstags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von elf bis 18 Uhr besichtigt werden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Seewerk - Moers wird zur Kunst-Stadt

(RP)