Moers: Schulausschuss beschließt Aus für Grundschule

Moers : Schulausschuss beschließt Aus für Grundschule

Von einem plötzlichen Aus kann niemand sprechen – das Ende der Willi-Fährmann-Schule hat sich angekündigt. Und dennoch tut die Gewissheit bei den Betroffenen weh, ist die Endgültigkeit der Schulausschuss-Entscheidung schmerzhaft.

Von einem plötzlichen Aus kann niemand sprechen — das Ende der Willi-Fährmann-Schule hat sich angekündigt. Und dennoch tut die Gewissheit bei den Betroffenen weh, ist die Endgültigkeit der Schulausschuss-Entscheidung schmerzhaft.

Allein: Der Ausschuss hatte letztlich keine andere Wahl. Mit nur 13 Neuanmeldungen hat die Grundschule die Mindestvorgabe (18) des NRW-Schulgesetzes deutlich unterschritten. Mit Beginn des Schuljahres 2013/2014 wird die Willi-Fährmann-Schule sukzessive aufgelöst, damit kommt das Ende ein Jahr früher als ursprünglich geplant.

Die Eltern der angemeldeten Kinder werden schriftlich informiert, bis zum 20. November bleibt ihnen Zeit, eine andere Grundschule auszusuchen. Norbert Schulz, Rektor der Willi-Fährmann-Schule verfolgte die Entscheidung im Schulausschuss reglos: "Man muss den Realitäten ins Auge sehen — die niedrigen Anmeldezahlen waren absehbar." Bereits 2008 war die Schule konkret vom Aus bedroht, damals formierte sich erfolgreicher Widerstand. "Und auch wenn wir jetzt gescheitert sind, war dieser Aufschub nicht umsonst", sagt Schulz. Schließlich sei das Schulgebäude saniert worden, eine weitere Nutzung problemlos möglich. "Es ist doch schön, wenn die Schule eine Schule bleibt", so Schulz, der auch nach der Abwicklung der Willi-Fährmann-Schule in Moers tätig bleiben will.

Der zuständige Beigeordnete der Stadt, Hans-Gerhard Rötters, stellte zwei Varianten für die weitere Nutzung des Schulgebäudes vor: "Entweder die St. Marien-Schule wird aufgestockt oder die Förderschule zieht in die Räume."

(RP/rl)
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