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Schöne Touren für Cabriofahrer am Niederrhein

Moers : Den Niederrhein mit dem Cabrio erobern

Nicht nur wilde Gebirgslandschaften locken mit ihren schönen Kurven. Auch der Niederrhein kann „Oben-ohne-Fans“ verzücken. Wir stellen drei Touren auf der linken Rheinseite vor.

Derzeit herrscht perfektes Cabrio-Wetter in Deutschland. Das lädt ein für eine Spritztour mit offenem Verdeck. Von Cabrio-Freunden bislang gänzlich unterschätzt, bietet der Niederrhein zwischen Moers und Rees nämlich aufregende Routen und viele Sehenswürdigkeiten, die zu einen luftigen Sommerausflug geradezu auffordern. Das Cabrio ist weitaus mehr als nur ein Fahrzeug, um von Punkt A nach B zu kommen. Es ist eine bewusste Lifestyle-Entscheidung.

Doch wohin soll es gehen? Die eigene Region mit offenem Verdeck und allen Sinnen zu erleben, ist etwas, dessen sich passionierte Cabrio-Fahrer nicht entziehen sollten. Der Niederrhein bietet mit seinen mittelalterlich geprägten und von einladenden Landschaften gesäumten Ortschaften ausgezeichnete Bedingungen: Hier gibt es weite Landschaften, die von schmalen Flüssen und Bachläufen durchzogen werden, große Naturschutzgebiete, aber auch Wiesen und Moore, die auf malerische Seen treffen. Wir stellen einige Routen vor.

Die Routen für uns zusammengestellt haben Experten des Porsche Zentrum Niederrhein, die ihre schönsten Ausflugsziele vorstellen.

  • Blick auf Birten mit der B57
    Infoabend bei van Bebber in Birten : Angst vor weiteren Bergsenkungen wächst
  • Für die Polizei gab es viel
    Verkehrsunfälle im Raum Rheinberg : Mit der Pferdekutsche verunglückt
  • Der Niederrheinische Berg- und Wanderverein hat
    Niederrheinische Berg- und Wanderfreunde : Auf Schusters Rappen nach Orsoy

Tour 1: Moers, Kamp-Lintfort,
Archäologischer Park Xanten

Von Moers geht es über Rheurdter Straße und Geldernsche Straße nach Kamp-Lintfort zum Klosters Kamp – ein exzellenter Zwischenstopp zum Spazieren und Entspannen. Dazu laden die verschiedenen Gärten des mittelalterlichen Bauwerks ein. Neben einem prächtigen Terrassengarten gibt es beispielsweise einen Kräutergarten, der zu einem der „50 schönsten Gärten 2016“ gekürt wurde. Kostenlose Parkplätze stehen zur Verfügung. Der „Parkplatz Terrassengarten“ ist ausgeschildert und liegt an der Mittelstraße. Von dort gelangen die Besucher über einen Fußweg zum Abteiplatz oder in den Terrassengarten. Eine schattige Parkplatzalternative liegt an der Rheurdter Straße (B 510). Mittagessen können Besucher direkt am Restaurant Haus Bieger, dort gibt es mediterrane und niederrheinische Speisen.

 Weiter geht es nach Xanten über die B510 und Xantener Straße. Nach knapp 30 Minuten ist man am Ziel: dem Archäologischen Park Xanten. Dort gibt es unter anderem Parkplätze vor dem „neuen Eingang Stadtzentrum“. Der Eintritt für Erwachsene beträgt neun Euro und für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt sogar kostenlos.

Nur knapp 15 Kilometer entfernt liegt ganz idyllisch das Landhaus-Café am Rhein (Reeserschanz 41, 47546 Kalkar/Niedermörmter). Dort gibt es eine große Auswahl an Torten und Kuchen, die sich für eine kleine Stärkung vor der Heimreise nach Moers perfekt eignen, um den Tag ausklingen zu lassen.

Tour 2: Moers, Kempen, Insel Hombroich

Eine schöne und kurze Route führt von Moers in die Mittelalterstadt Kempen. Über die Landstraße 475 hat man das Ziel in knapp 30 Minuten erreicht und kann sich Zeit für ein ausgedehntes Frühstück nehmen, etwa im Café Poeth (Breite Straße 37), einem handwerklichen Fachwerkbetrieb mit fast 400-jähriger Tradition. Die von Stadtmauern eingekreiste Stadt lädt zum Bummeln ein, das Kuhtor aus dem 14. Jahrhundert beispielsweise und die Kempener Burg sowie das ehemalige Franziskanerkloster haben einen besonderen besonderen Flair.

Gut gestärkt kann es dann weitergehen: Entlang der L154 und L361 geht es in einer knappen Stunde nach Hombroich. Der Kulturraum besteht aus dem Museum Insel Hombroich, der Raketenstation Hombroich und dem Kirkeby-Feld. Der Eintritt für das Museum liegt bei 15 Euro. Der Besuch der Raketenstation ist kostenlos, jedoch kann das Gebäude nur im Rahmen einer öffentlichen Führung begutachtet werden.

Nach der Erkundungstour lohnt sich ein kurzer Abstecher ins circa zehn Kilometer entfernte Jüchen. Dort gibt es im Schloss Dyck zahlreiche Restaurants für einen Tagesabschluss, bevor es wieder zurück nach Moers geht.

Tour 3: Moers, Rheinberg (Orsoy), Wesel, Raesefeld, Hamminkeln, Bislich

Eine unter Cabrio-Fahrern in der Region geschätzte Route ist die von Moers, Rheinberg (Orsay), Büderich, Wesel, Drevenack, Voshöfel, Marienthal nach Raesefeld – eine Strecke von etwa 80 Kilometern. In dieser malerischen Landschaft sollten Cabriofahrer unbedingt einen Stopp einlegen und in einem der vielzähligen, nahegelegenen Restaurants einkehren. Eines davon ist etwa das Wasserschloss Raesfeld; unter Gewölbefeldern aus dem 17. Jahrhundert lässt es sich dort besonders gut speisen.

Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang durch den Renaissance-Tiergarten geht es weiter nach Bocholt, über Hamminkeln nach Bislich. Direkt am Rhein gelegen lädt die Gegend zu einer Wanderung am Deich entlang ein. Alternativ können Besucher sich auch mit der Personenfähre nach Xanten übersetzen lassen und dort den Dom besuchen.

Zurück in Bislich lohnt sich erneut die Einkehr in die lokale Gastronomie, etwa ins Bauerncafé Hellenhof (Marwick 13) am Deich, bevor es anschließend wieder gemütlich zurückgeht. Wer es eilig hat, ist über die Autobahn A57 schnell zurück in Moers.