1. NRW
  2. Städte
  3. Moers

Schnelles Internet für die Wir4-Region

Ausbau startet bald : Schnelles Internet für die Wir4-Region

Kommunen schreiben derzeit Eigentümer an. Sie können entscheiden, ob sie einem Anschluss zustimmen oder nicht. In drei Jahren will die Telekom „Weiße Flecken“ der Region mit Glasfaserkabel versorgen. Die Enni koordiniert die Arbeiten.

Die Telekom Deutschland steht in den Startlöchern, um den Ausbau der Breitbandversorgung in der Wir4-Region zu beginnen. Die derzeit unterversorgten Gebiete in den Städten Kamp-Lintfort, Moers, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg sollen bis 2023 sukzessive an die Datenautobahn angeschlossen werden. In den kommenden Tagen werden die vier Kommunen die Grundstückseigentümer der insgesamt 2000 förderfähigen Adressen anschreiben und informieren, teilte die Enni Stadt & Service mit, die den Ausbau koordiniert. „Jeder Gebäudeeigentümer kann entscheiden, ob er einem Anschluss an das Breitbandnetz zustimmt“, sagte Stefan Krämer, Vorstandsvorsitzender der Enni. Er empfahl, die im Rahmen des Förderprogramms kostenfreie Gelegenheit zu nutzen. „Wer sich erst später dazu entscheidet, muss die Kosten für den Hausanschluss selbst tragen.“

Nachdem der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen Fördergelder von rund 28,7 Millionen Euro bewilligt hatten, unterzeichneten Telekom und Enni im Januar den Ausbauvertrag. Die Telekom will in den kommenden 36 Monaten die sogenannten weißen Flecken der vier Städte mit einem flächendeckenden Breitbandnetz mit Übertragungsraten von bis zu 1000 Mbit/s erschließen. Der Ausbau erfolgt in neun Abschnitten sukzessive von Süden nach Norden. Er startet in Moers und Neukirchen-Vluyn. Nach der Landesgartenschau geht es in Kamp-Lintfort und Rheinberg weiter.

Die nun angeschriebenen Eigentümer haben zwei Wochen Zeit für eine Rückmeldung. Danach wird die Telekom den Bau der Hausanschlüsse detailliert planen.

Den Realisierungsplan können Interessenten im Internet auf www.enni.de einsehen. Demnach will die Telekom den Ausbau der rund 880 Kilometer Glasfaserkabel im März 2023 abschließen und dann möglichst alle förderfähigen Haushalte, Unternehmen sowie Schulstandorte an das schnelle Netz angebunden haben.

(RP)