Schlossplatz: Kulturausschuss bevorzugt kleine Lösung

Moers : Kulturausschuss will kleinen Schlossplatz

Die Mehrheit der Ausschussmitglieder hat für eine Verkleinerung der geplanten Pflasterfläche zwischen Schloss und Pulverhaus gestimmt. Der Grafschafter Geschichtsverein hatte kritisiert, dass am Schloss eine „Betonwüste“ entstehe.

Der zwischen Schloss und Pulverhaus geplante Platz wird vermutlich kleiner als bisher geplant. Der Kulturausschuss sprach sich am Dienstag mehrheitlich für eine Verkleinerung der Pflasterfläche aus. Ein Entwurf dazu war bereits vor den Ferien in der Schloss AG vorgestellt und für gut befunden worden. Vorausgegangen war Kritik aus Reihen des Grafschafter Museums- und Geschichtsvereins. Er hatte vor einer Betonwüste am Schloss gewarnt. Carmen Weist (SPD) sprach im Kulturausschuss von einem „gelungenen Kompromiss“ mit dem man gut leben könne. Bisher sollte das Pulverhaus ganz in die Pflasterfläche einbezogen werden, nach dem neuen Entwurf geschieht dies nur zum Teil. Dadurch bleibt mehr Grün erhalten, selbst ein Baum, der sonst gefällt werden müsste, kann wahrscheinlich stehen bleiben, erläuterte im Ausschuss Rebekka Junge vom Landschaftsarchitekturbüro BPM, das im Auftrag der Stadt plant.

Anders als bisher geplant, soll der neue Platz nicht von großen Platten, sondern von einem schmaleren Natursteinband eingefasst werden. Naturstein ist auch für Fließrinnen vorgesehen, die gleichzeitig Sehbehinderten zur Orientierung dienen. Vor den Gebäudefronten sollen Natursteinbänder aus Basaltlava verlaufen. All dies soll dem Platz ein gefälligeres Aussehen verleihen.

Das Votum des Kulturausschusses ist eine Empfehlung. Die Entscheidung, ob die „große“ oder „kleine“ Lösung des Platzes zum Tragen kommt, fällt heute im Ausschuss für Stadtentwicklung. Weitere Diskussionen sind nicht ausgeschlossen. So hat sich die CDU im Kulturausschuss für die „große“ Lösung ausgesprochen. Sie erlaube eine bessere Aufstellung von Sitzgelegenheiten für Zuschauer zum Beispiel bei Konzerten auf dem Platz. Landschaftsarchitektin Rebekka Junge hatte dargestellt, dass es bei Veranstaltungen (die Rede ist unter anderem auch von einem ruhigeren Weihnachtsmarkt-Ableger) auf einem kleineren Platz naturgemäß enger zugehen würde. Man müsse die Veranstaltungskonzepte eben auf die kleinere Fläche zuschneiden.

Diskutiert wurde auch über einen Erhalt der Kletterrosen am Terheydenhaus und dem Weißen Haus. Bisher sollten die Rosen der geplanten Lichtinstallation rund um den Bereich am Schloss weichen. Nun geht der politische Wille dahin, die Lichtsäulen so anzuordnen, dass die Rosen zumindest zum Teil erhalten werden können.

Zu dem geplanten Platz gehört auch eine „Möblierung“ mit Bänken und Abfallbehälter. Strittig war im Kulturausschuss die Größe der Mülltonnen. CDU und FDP bildeten eine Koalition für große Behälter mit Deckeln, die Mehrheit der anderen Ausschussmitglieder sprach sich für kleinere Tonnen aus. Natürlich ebenfalls mit Deckeln.