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Moers: Schlittschuhclub bringt Schülern Eislaufen bei

Moers : Schlittschuhclub bringt Schülern Eislaufen bei

Das Gymnasium In den Filder Benden bringt zusammen mit Sportvereinen Fünftklässler in Bewegung.

Die Mädchen und Jungen in der Eissporthalle sind ganz aufgeregt, einige hüpfen nervös auf den Kufen. Sie wollen endlich aufs Eis! Aber Sportlehrer Volker Monning muss zunächst eine kleine Ansprache halten: "Herzlich willkommen . . ." Schließlich handelt es sich um eine Premiere: Schüler des Gymnasiums In den Filder Benden dürfen sich im Rahmen eines Sportprojekts zehn Wochen immer donnerstags im Eislaufen üben. Eine Zusammenarbeit mit dem Grafschafter Schlittschuhclub (GSC) macht's möglich. GSC-Trainerin Beate Themann nimmt sich der Schüler an. "Ich bin schon seit 1993 im Verein", erzählt sie. Einige der Kinder kennt sie aus ihren Vereinskursen. Die meisten haben schon auf Schlittschuhen gestanden, einige kommen auch in der Freizeit, vor allem am Wochenende, regelmäßig in die Eissporthalle.

Der Eislauf-Kurs ergänzt neuerdings ein Sportprojekt, das im vergangenen Jahr am Gymnasium In den Filder Benden eingeführt worden war: Fünftklässler lernen zusätzlich zum normalen Sportunterricht einige Sportarten jeweils sechs Wochen lang intensiver kennen. Das Gymnasium arbeitet mit Moerser Vereinen zusammen, die Trainer abstellen. Dazu gehören der Moerser TV (Feldhockey), der Moerser SC (Volleyball und Handball), der Fechtclub und der Tennisclub Blau-Weiß. Die Grundlagen des Judo bringt den Schülern sogar ein zweimaliger Weltmeister bei: Vahid Sarlak vom Gesundheitszentrum Becker plus in Moers. "Der Sportunterricht wird auf diese Weise lebendiger und vielfältiger", sagt Gudrun Kanacher, stellvertretende Schulleiterin am Filder Benden. Und die Jungen und Mädchen kriegen zwei Stunden mehr Bewegung pro Woche. Das fördert nicht nur ihr Wohlbefinden, sondern auch das Gesamtklima an der Schule, denn: "Kinder, die regelmäßig Sport treiben, sind ausgeglichener", hat Elke Vorsmann, Erprobungsstufen-Koordinatorin, festgestellt.

75 Euro zahlen die Eltern der 50 Mädchen und Jungen, die sich für die freiwilligen zusätzlichen Sporteinheiten angemeldet haben. Da der Beitrag nicht kostendeckend ist, springt zusätzlich der Förderverein des Gymnasiums ein. "Ursprünglich sind die Vereine mit der Idee einer Zusammenarbeit auf uns zugekommen", berichtet Kurt Jakob, Geschäftsführer des Fördervereins, über die Anfänge des Sportprojekts. Auch die Vereine profitieren davon: Für sie bietet die Kooperation mit dem Gymnasium eine Gelegenheit, Nachwuchs zu werben.

(RP)