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Schauspieler Roman Mucha verstärkt das Ensemble des Moerser Schlosstheaters

Düsseldorfer Schauspieler geht nach Moers : Roman Mucha verstärkt das Ensemble des Moerser Schlosstheaters

Schauspieler Roman Mucha verstärkt das Ensemble des Moerser Schlosstheaters. Für den 25-jährigen Düsseldorfer ist es das erste Engagement nach der Schauspielschule, die er in Hannover absolviert hatte.

Seine Moerser Feuertaufe hat Roman Mucha bestanden: In der Inszenierung „Zur schönen Aussicht“, mit der Intendant Ulrich Greb die neue Spielzeit am Schlosstheater eröffnet hat, spielt er den Kellner Max. „Es hat mir Spaß gemacht, mich in diese Figur hineinzudenken. Das Stück ist ja Comic-ähnlich aufgemacht, und das Personal eher stereotyp. Ich habe versucht, mich in diesem vorgegebenen Rahmen zu bewegen und auszuprobieren.“

Roman Mucha verstärkt seit dieser Spielzeit das Ensemble des Moerser Schlosstheaters. Für den 25-jährigen Düsseldorfer ist es das erste Engagement nach Abschluss der Schauspielschule. Er hat vier Jahre an der staatlichen Hochschule für Theater und Musik in Hannover studiert. „Die Hochschule sucht sich ja ihre Studenten aus. Für mich hat es sich als richtig erwiesen, dorthin zu gehen“, erzählt der Schauspieler. Seine Begeisterung für das Theater entdeckte Roman Mucha jedoch viel früher. Der Düsseldorfer war Mitglied im Kinder- und Jugendtheaterclub am Düsseldorfer Schauspielhaus. „Ich habe dort Einblick in die Theaterarbeit und auch in den Berufsalltag von Schauspielern erhalten. Für mich war schnell klar, dass ich genau das machen möchte“, erzählt der Schauspieler.

Auch TV-Erfahrung konnte Roman Mucha schon als Jugendlicher sammeln: „Mit Zwölf habe ich für die RTL-Serie ,Der Lehrer’ vor der Kamera gestanden, neun Folgen in der ersten Staffel.“ Damals war Mucha bei einer Kinder- und Jugendagentur unter Vertrag. Fürs Schlosstheater wurde der junge Schauspieler bei einem zentralen Vorsprechen entdeckt. Er selbst kannte das Moerser Theater zwar noch nicht, aber: „Alle haben angetan reagiert. Das Schlosstheater hat einen sehr guten Ruf und gilt als ambitioniert.“ Mucha findet, dass er auf eine gute Truppe gestoßen ist. „Die Hierarchie ist flach und die Gesprächskultur sehr angenehm. Man befruchtet sich gegenseitig. Ich habe mich nicht wie der Neue gefühlt“, beschreibt der 25-Jährige seinen Eindruck. Am 8. Oktober starten für ihn die Proben fürs nächste Stück an der Moerser Bühne: Unter der Regie von Catharina Fillers steht das Kinderstück „Elisa und die Schwäne“ nach Motiven der Brüder Grimm und Hans Christian Andersen an. „Das reizt mich, weil ich noch nie ein komplexes Kinderstück gespielt habe“, sagt er. Die Premiere ist am 18. November im katholischen Jugendheim St. Barbara in Meerbeck.

Roman Mucha ist gespannt auf die Reaktionen des Publikums. „Kinder sind so ehrlich. Sie geben einem ein unmittelbares Feedback.“ Auch in Ulrich Grebs Inszenierung von Schillers „Kabale und Liebe“ und „Die Geist-Körper-Ertüchtigung in 23 Lektionen“, die Ensemble-Kollege Matthias Heße auf die Bühne bringen wird, wird Roman Mucha zu erleben sein.

Der 25-Jährige will in der Zeit am Schlosstheater so viel wie möglich für sich mitnehmen. „Die ersten Jahre am Theater sind ja fast wie das Referendariat an Schulen. Es ist eine erweiterte Lernzeit.“