Rheurdt: Schaephuysener Regenwasserkanal soll mehr leisten

Rheurdt: Schaephuysener Regenwasserkanal soll mehr leisten

Auch bei sehr starkem Regen sollen die Kanäle möglichst nicht überfließen. Deshalb sind Kommunen gehalten "Entwässerungspläne" aufzustellen. Weil der entsprechende Plan für Schaephuysen schon älter als 20 Jahre ist und starke Regenfälle sich mehren, nimmt die Gemeinde Rheurdt die Kanäle des Ortsteils ins Visier. Die Ergebnisse eines Gutachtens liegen vor, sie kommen am 15. März im Ausschuss für Ökologie auf den Tisch. Zur Debatte steht eine Ausgabe von 320.000 Euro. Das Geld soll für eine Erweiterung des Regenwasserkanals im Bereich der Bergstraße zwischen der Hubertusstraße und der Tönisberger Straße ausgegeben werden. Weil der Kanal dort nicht genug Wasser aufnehmen kann, komme es, so die Experten, zu "Überstauungen" an der Hubertusstraße /Einmündung Hauptstraße und der Hubertusstraße /Einmündung Bergstraße.

Was die Schmutzwasserkanalisation in Schaephuysen angeht, so kommen die Gutachter zum Ergebnis, dass sowohl die Leitungen als auch die Pumpstationen leistungsfähig genug seien.

Dass die Kanäle künftig überhaupt nicht mehr überfließen, kann nicht garantiert werden. Allerdings erhöhe die Gemeinde den Schutz über rechtlich vorgeschriebene Maß hinaus. Bei der Bemessung von Kanälen werden extrem starke Regenfälle zugrunde gelegt, wie sie nur selten vorkommen. Normalerweise sollen Kanäle so bemessen sein, dass die Regenwasserkanäle in Wohngebieten statistisch betrachtet höchstens alle drei Jahre "überstauen". In Schaephuysen will man einen Fünfjahres-Abstand zugrundelegen. "Wir wollen den Komfort verbessern im Hinblick auf künftige starke Niederschläge", sagte gestern Bürgermeister Kleinenkuhnen. Die Gemeinde werde zudem einige "kritische Überflutungsbereiche" unter die Lupe nehmen. Dazu gehört ein Regenwasserschacht in der Rheurdter Straße in Höhe des Hofes Benger.

Auch für den Ortsteil Rheurdt ist eine Aktualisierung des Entwässerungsplans vorgesehen. Bei starken Regenfällen wurden dort im Sommer 2016 etliche Keller überflutet. Mit dem Bau eines neuen Regenrückhaltebeckens habe die Gemeinde bereits Maßnahmen ergriffen.

(pogo)