Sauberkeit in Moers: Gute Noten für die Enni

Umweltschutz in der Grafschaft : Sauberkeit in Moers: Gute Noten für die Enni

Ein Marktforschungsinstitut befragte 500 Haushalte. Moerser wünschen sich mehr Kontrollen, aber keine Gebührenerhöhungen.

Moers ist eine überwiegend saubere Stadt und die Enni leistet gute Arbeit für ein sauberes Stadtbild. Allerdings gibt es auch Probleme, vor allem mit wildem Müll. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Marktforschungsinstitut Prolytics im Auftrag der Enni gemacht hat. Mehr als die Hälfte der Befragten haben Moers spontan ein sauberes Stadtbild und eine geringe Vermüllung der Straßen bescheinigt. Dem gegenüber stehen 41 Prozent, die Moers für keine saubere Stadt halten. Die Kritiker beklagen viel (wilden) Müll und ein allgemein ungepflegtes Stadtbild. An der Spitze der wahrgenommenen Verunreinigungen stehen Zigarettenkippen auf Gehwegen und Straßen, Hundekot, sowie wilder Müll in Grünanlagen, Waldstücken, am Straßenrand und Altglascontainern.

Insgesamt fühlten sich 28 Prozent der Befragten durch wilden Müll stark oder sehr stark belästigt, während 40 Prozent sich gering oder gar nicht belästigt fühlten. Der Durchschnittswert auf einer Skala von eins bis fünf lag hier bei 3,2.

Bei der Bewertung der Sauberkeit auf einer Skala von 1 (sehr sauber) bis 5 (sehr schmutzig) lag der Durchschnittswert bei 2,7. Nur 13 Prozent der Befragten gaben der Stadt die Noten Vier oder Fünf, die meisten (zusammen 82 Prozent) benoteten mit Drei oder Zwei. Und zwei Drittel der Befragten bewerteten Moers im Vergleich zu anderen Städten als genauso sauber oder sogar sauberer.

 Auffallend ist, dass die Wahrnehmung der Sauberkeit von Stadtteil zu Stadtteil unterschiedlich ist. So werden in Holderberg und Vennikel zum Beispiel Probleme mit wildem Müll in Grünanlagen und Hundekot sehr stark wahrgenommen, in Hochstraße, Vinn, Scherpenberg und Hülsdonk dagegen eher selten. Und in Utfort/Schwafheim/Kapellen Mitte scheint es „sauberer“ zu sein als zum Beispiel in Repelen/Asberg/Moers-Mitte.

Die vermeintlich oft zu vernehmende Kritik, die Enni unternehme zu wenig für ein sauberes Stadtbild, spiegelt sich in der Umfrage so nicht wider. Auf einer Skala von eins bis fünf erhält das Unternehmen im Schnitt die Note 2,3. Gut 60 Prozent der Befragten haben die Leistung der Enni mit sehr gut oder gut bewertet, nur sieben Prozent mit schlecht oder sehr schlecht.

In Moers wird über zeitlich begrenzte Halteverbote nachgedacht, damit die Enni die Straßenrinnen besser sauber halten kann. Fast zwei Drittel der Befragten sahen dies als sinnvoll und wären bereit, dadurch entstehende längere Fußwege in Kauf zu nehmen. Wenn es um die Kosten eines solchen Schrittes geht (neue Beschilderung, veränderte Tourenplanung der Enni), zeigten sich die Befragten allerdings zurückhaltender: Nur ein knappes Viertel würde gerne eine damit einhergehende Erhöhung der Gebühren für Abfallentsorgung oder Straßenreinigung in Kauf nehmen.

Auch andere Maßnahmen gegen wilden Müll und für saubere Straßen wurden von den Befragten befürwortet: Von der Information bereits in Kindergärten und Schulen über mehr Kontrollen gegen Abfallsünder bis hin zu häufigeren Leerungen öffentlicher Papierkörbe und der Aufstellung von mehr Hundekotbeutel-Spendern. Eine Anhebung der Gebühren, um neue oder intensivere Maßnahmen umzusetzen, kommt für die befragten Moerser aber nur in sehr moderatem Maß infrage.

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