Sauberkeit: Enni will gezielt vorgehen

Müll-Debatte in Moers : Sauberkeit – Enni will gezielt vorgehen

Im Verwaltungsrat wurden Ergebnisse und Erkenntnisse der Marktforschung vorgestellt.

Wie sauber empfinden Moerser ihre Stadt? Das wollte die Enni genauer wissen und ließ wie berichtet vom Dortmunder Marktforschungsinstitut Prolytics ein Meinungsbild erstellen. Die Ergebnisse stellte Vorstand Lutz Hormes dem Verwaltungsrat der Enni Stadt & Service in seiner Sitzung am Mittwoch vor.

„Die Mehrheit der Moerser empfindet die Stadt als sauber. Es gibt aber insbesondere in nördlichen Stadtteilen Schönheitsfehler und Handlungsbedarf“, fasste Hormes die repräsentative Befragung in allen Moerser Stadtteilen zusammen.

Seit zehn Jahren kämpft die Enni mit ihrer Initiative „Sauberes Moers“ für ein ordentliches Stadtbild. Und das kommt offenbar an. Viele Moerser nehmen die Aktivitäten der aktuellen Marktforschungsstudie jedenfalls positiv wahr. „500 Moerser haben hier in 20-minütigen Telefoninterviews repräsentativ ihre Meinung abgegeben“, so Hormes. Tenor: „Eine Mehrheit sieht die Stadt als sauber an. Es gibt in einzelnen Stadtteilen aber auch negative Stimmen.“

So fühlen sich die Bürger in Meerbeck, Eick und Rheinkamp überdurchschnittlich stark durch wilden Müll und Hundekot belästigt. „Für uns bedeutet das, dass wir nicht flächendeckend neue Maßnahmen ergreifen müssen, sondern sehr gezielt und budgetschonend vorgehen können“, sagt Hormes.

Viele Bürger forderten auch schärfere Kontrollen und Sanktionen, Halteverbote an Kehrtagen der Straßenreinigung und eine stärkere Aufklärung schon im Kindergartenalter. „Diese Ideen sind nicht neu. Wir wissen jetzt aber genauer, wo sie Sinn machen würden“, betont der Vorstand. In jedem Fall werde die Enni, wie von den Bürgern in Mehrheit gewünscht, weitere Aufklärungsarbeit betreiben – etwa im September mit einer Aktion auf der Moerser Kirmes.

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