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RP und Volksbank Niederrhein: 10.000 Euro für Lebenshilfe in Ahrweiler

Spendenaufruf von Rheinischer Post und Volksbank Niederrhein : 10.000 Euro für Lebenshilfe in Ahrweiler

Zwölf Bewohner eines Lebenshilfe-Wohnheims sind im Hochwasser ums Leben gekommen. Von rund 40.000 Euro Spenden, die bis Dienstag über einen gemeinsamen Spendenaufruf von Rheinischer Post und Volksbank Niederrhein kamen, geht ein Teil dorthin.

Die Bereitschaft in der Region, den von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen und Einrichtungen zu helfen, ist enorm. „Bewegend und ergreifend!“: So fasst Guido Lohmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Niederrhein, die ersten drei Tage des gemeinsamen Spendenaufrufs von Rheinischer Post und Volksbank Niederrhein zusammen.

Lohmann koordiniert die Aktion aus seinem Urlaubsdomizil in Holland. „Ich habe hier quasi ein kleines Orgabüro aufgebaut, um die vielen Anfragen und Hinweise, soweit es mir eben möglich ist, alle auch persönlich zu beantworten.

Bis Dienstag Mittag sind bereits rund 40.000 Euro an Spenden eingegangen. Daraus sollen die ersten 10.000 Euro noch im Laufe des Dienstag als Spende an die Lebenshilfe in Ahrweiler weitergeleitet werden. Die dortige Tragödie ist auch für Lohmann kaum in Worte zu fassen. Zwölf geistig und körperlich behinderte Bewohnerinnen und Bewohner des dortigen Wohnheims, die im Erdgeschoss ihre Zimmer hatten, wurden von den dramatisch schnell ansteigenden Fluten der Ahr im Schlaf überrascht und konnten nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Alle zwölf wurden Opfer der Wassermassen und sind verstorben. Die Bewohnerinnen und Bewohner in der oberen Etage waren über Stunden eingeschlossen. Die Feuerwehr hatte die Eingeschlossenen zwischenzeitlich über Boote versorgt, bevor diese dann in Sicherheit gebracht werden konnten.

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„Unfassbar“, so kommentiert der bis ins Mark erschütterte Vorsitzende der Lebenshilfe, Ulrich van Bebber, das schlimme Unglück. „Wir sind alle entsetzt, fassungslos und unendlich traurig. Unsere Trauer und unser Mitgefühl gelten vor allem den Eltern, Familien, Freunden und Angehörigen“, so der Vorstand der Lebenshilfe zu der Katastrophe. Da das gesamte Wohnheim nicht mehr genutzt werden kann, soll die Unterstützungsspende vor allem dazu dienen, jetzt erst einmal eine Notunterbringung und -Verpflegung der restlichen Bewohner sicherzustellen.

Bankverbindung Wer die Spendenaktion „Gemeinsam helfen“ für die Flut-Opfer und die Helfer unterstützen will, kann an folgendes Konto spenden: IBAN DE 2235 4611 0601 1749 7011. Bitte für eine Spendenquittung Name und Adresse komplett angeben.