Rheurdt: Rheurdter SPD diskutiert über die Große Koalition

Rheurdt: Rheurdter SPD diskutiert über die Große Koalition

Bei der ersten Mitgliederversammlung gab es auch neue Personalien im Vorstand des Ortsvereins.

Der Ort hatte Symbolcharakter: Der SPD-Ortsverband Rheurdt hat sich nun zur ersten Mitgliederversammlung im Jahr 2018 getroffen - und zwar in der Begegnungsstätte des Oermter Berges. Die SPD hatte sich (wie auch andere Parteien) im vergangenen Jahr gegen die Pläne der Kreisverwaltung gewehrt, aus dem Vertrag mit dem Gemeinden Rheurdt und Issum über die Freizeitstätten am Oermter Berg auszusteigen. Das hätte das beliebte Ausflugsziel gefährdet. Wegen der vielen Proteste gab Landrat Wolfgang Spreen (CDU) diese Pläne jedoch auf.

Das Pflichtprogramm der Versammlung wurde zügig absolviert, wobei es zu einigen Änderungen im Vorstand kam. Die bisherige zweite Vorsitzende Sigrid Hamann folgt der Bitte ihrer Familie und zieht nach Hessen, die Vorsitzende Barbara Wolter dankte ihr für die geleistete Arbeit und wünschte ihr einen guten Start in dem neuen Umfeld. Als Nachfolger in diesem Amt wurde Georg Henning gewählt, die neu zu besetzende Funktion der Bildungsobfrau übernimmt Petra Gerits. Zudem ist eine Juso-AG Issum/Rheurdt gegründet worden. Kelly Tucker und Lara Neumann werden die Anliegen dieser AG im Vorstand vertreten. Alle anderen Mitglieder wurden in den Ämtern bestätigt und erklärten ihre Bereitschaft, weiter für die SPD zu streiten.

Die Genossen diskutierten im Anschluss mit großer Leidenschaft das für und Wider der "GroKo", die Materialien, die diese Wahl sachlich unterstützen sollen, lagen vor. "Für den Ortsverein ist es klar, dass jedes Mitglied eine ganz persönliche Entscheidung treffen muss und es gute Argumente für beide Entscheidungen gibt", heißt es im Bericht, den die Sozialdemokraten an die Presse schickten. Alle Teilnehmer stellten fest, dass der Ausgang des Votums den Zusammenhalt der Genossen vor Ort nicht schädigen soll.

Viele nutzen im Anschluss an die Versammlung noch einmal die Möglichkeit, die Ausstellung in der Begegnungsstätte zu besuchen - und sich erneut zu freuen, dass die SPD ein Stück dazu beitragen konnte, um den Oermter Berg für die Besucher zu erhalten.

(RP)