Rheurdt: Rheurdter Frauen feiern den Weltgebetstag

Rheurdt: Rheurdter Frauen feiern den Weltgebetstag

Thema im Schaephuysener und Rheurdter Pfarrheim war das südamerikanische Land Surinam.

Der erste Freitag im März gehört seit über 130 Jahren den Frauen der Welt. Sie feiern den Weltgebetstag, so auch in Schaephuysen und Rheurdt. Das Schaephuysener Pfarrheim war Treffpunkt für über 20 Frauen, die sich über das diesjährige Gastgeberland Surinam austauschten. Jung und Alt saßen zusammen.

"Viele kennen das Land in Südamerika gar nicht", sagt Eva-Maria Monderkamp, die mit ihrem Team dieses ökumenische Frauentreffen unter dem Motto "Gottes Schöpfung ist sehr gut" für die Kirchengemeinde St. Hubertus organisiert hat. In einem Länderporträt werden der Alltag und die dortigen Lebensverhältnissen von Surinam vorgestellt. Ein kleines Programmheftchen gibt den Rahmen vor und bietet mit ausgesuchten Liedern, Gebeten und Lesung über Frauenschicksale entsprechend reichen Gesprächsstoff. Surinam ist der kleinste und jüngste Staat an der Nordostküste Südamerikas, zwischen Brasilien, Guyana und Französisch Guyana. Er gilt als ethnischer, religiöser und kultureller Schmelztiegel von vier Kontinenten. Das Land mit fast 90 Prozent Regenwald und reicher Natur ist halb so groß wie die Bundesrepublik. Rohstoffe wie Öl und Gold werden für den Weltmarkt massiv abgebaut. Armut, Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch bestimmen die Gesellschaft. Von den rund 540.000 Einwohnern bekennt sich die Hälfte zum Christentum. Die Vielfalt des Landes macht sich daher auch in den Texten der Gebetstags-Feiern bemerkbar. An der Liturgie haben Frauen aus fünf christlichen Konfessionen mitgearbeitet.

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In mehr als 120 Ländern wird der Weltgebetstag gefeiert. "Das Spannende für mich ist, dass wir Teil einer großen, weltweiten Runde sind. Ein wirklich schönes Erlebnis", beschreibt Eva-Maria Monderkamp das Gemeinschaftsgefühl. Susanne Peiffer-Weiß ist zum dritten Mal dabei. Das Land hat auch sie in den Bann gezogen. "Wenn ich höre, unter welchen Lebensverhältnissen dort Frauen leben und arbeiten, werde ich bescheiden. Ein Weltgebetstag erdet mich", sagt sie. Der Zugang zu Bildung, Beruf und Gemeinwohl sei in Surinam mit vielen hohen Hürden verbunden, nichts selbstverständlich. "Wir haben das Glück in einem reichen Land zu leben. Wenn wir uns beklagen, dann passiert das auf einem sehr hohen Niveau", sagt Susanne Peiffer-Weiß.

Im Anschluss gab es gute Gespräche beim landestypischen Imbiss nach empfohlenen Rezepten.

(sabi)