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Rheurdt: Kampagne gegen Änderung der Notfallversorgung

Kommunen wollen Pläne kippen : Kampagne gegen Änderung der Notfallversorgung

In den nächsten Tagen startet eine Anzeigenkampagne. Darin erzählen Rheurdter, Rheinberger, Kamp-Lintforter, Alpener und Sonsbecker in persönlichen Statements, warum die ärztliche Notfallversorgung vor Ort und im Kamp-Lintforter St.-Bernhard-Hospital erhalten bleiben soll.

„Am 27. Februar stellen wir die gemeinsame Kampagne vor“, informierte Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen die Rheurdter Ratsmitglieder. „Dann erscheinen die Anzeigen.“

Hintergrund der Kampagne ist der Plan der Kassenärztlichen Vereinigungen, die Notfallversorgung zu zentralisieren. Seit Januar liegt ein Gesetzesentwurf vor. Auf dessen Basis will die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein die Notfallversorgung zwischen Alpen, Rheurdt und Moers im Moerser Krankenhaus Bethanien zusammenführen. Eine Notfallversorgung im St.-Bernhard-Hospital fiele damit weg.

„Diese Regelung soll schon ab dem 1. April gelten“, erläuterte Kleinenkuhnen. „Bethanien muss seine Notfallversorgung ausbauen. Wenn das einmal geschehen ist, gibt es kein zurück.“ Deshalb wollten die Städte Rheinberg und Kamp-Lintfort sowie die Gemeinden Alpen und Rheurdt sowie wahrscheinlich Sonsbeck versuchen, die Planung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein zu kippen.

„Auch der Bundesverband der kommunalen Spitzenverbände spricht sich gegen den Referentenentwurf aus“, sagte der Rheurdter Bürgermeister. Hinter diesem Verband stehen Deutscher Städtetag, Landkreistag sowie Städte- und Gemeindebund. Für den 3. März werden die beteiligten Städte und Gemeinden gemeinsam zu einer Podiumsdiskussion in die Kamp-Lintforter Stadthalle einladen, berichtete Bürgermeister Kleinenkuhnen. Dabei werden sie vom St.-Bernhard-Hospital unterstützt. Auf dem Programm stehen Impulsreferate von Ärzten und Betroffenen sowie eine Podiumsdiskussion. Alle, die das Thema interessiere, könnten kommen, sagte Kleinenkuhnen. 100 Plätze seien für Rheurdter vorgesehen.