Moers: Puppentheater macht Vorschulkinder stark

Moers: Puppentheater macht Vorschulkinder stark

Der Grafschafter Lions Club unterstützt das Projekt der Schauspielerinnen Katja Stockhausen und Yvonne Keßel.

Was macht Kinder stark? "Sechs Dinge", glauben Katja Stockhausen und Yvonne Keßel, nämlich: "Fantasie und fest an etwas glauben, seine Gefühle ausdrücken, sowie dem eigenen Verstand und Körper vertrauen." Mit dieser Überzeugung haben die beiden gelernten Schauspielerinnen im Herbst vergangenen Jahres unter dem Namen "Resilienztheater" eine kleine Handpuppenbühne gegründet, die Kindern im Vorschulalter genau diese sechs Faktoren spielerisch vermitteln und sie in deren Gebrauch bestärken möchte. Ein Vorhaben, für das sie jetzt eine großzügige Unterstützung vom Grafschafter Lions Club erhielten.

Mit den Einnahmen seines Glühweinstandes auf dem letzten Moerser Weihnachtsmarkt ermöglicht der Club Katja Stockhausen und Yvonne Keßel, ihr selbst geschriebenes Stück "Wie kommt der Maulwurf aus dem Loch?" demnächst in insgesamt 25 Moerser Kindertageseinrichtungen vorzuführen. Am Montag sahen im Beisein des Grafschafter Lions-Club-Vorsitzenden Heinz Persch und seiner Frau Beate rund 50 Kinder das gut 45-minütige Stück in der städtischen, integrativen Kita in Moers-Asberg.

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Zunächst entdeckten sie beim Hereinkommen allerdings nur eine brusthohe Holzwand mit einer Reihe ausgesägter Grashalme auf ihrem oberen Rand. Nachdem dann alle auf dem Boden Platz genommen hatten, polterten die beiden Puppenspielerinnen in den Raum und platzierten nach einem kurzen Wortgefecht schließlich das wichtigste Kulissenteil - einen ebenfalls aus Holz gesägten, braunen Erdhügel - zwischen die Grashalme, wo er als erstes von Schwein Schnorki und dann nach und nach auch von den anderen auf der Wiese lebenden Tieren entdeckt wurde.

"Wer mochte wohl darunter leben?", rätselten sie, und versuchten jedes auf seine Weise, den geheimnisvollen Erdbewohner ans Tageslicht zu locken. So buk ihm zum Beispiel Hase Hops einen Möhrenkuchen, Katze Karla sang ihm ein Lied und der dicke Bär forderte ihn zu einem sportlichen Boxkampf heraus. Bei all dem konnten sich die jungen Zuschauer mehr oder weniger tatkräftig beteiligen. Zunächst steckte ein kleiner Maulwurf scheu seine Nase aus dem Hügel und wurde anschließend freudig in die Gemeinschaft der Wiesenbewohner aufgenommen. Und zum Schluss durften Schwein Schnorki und der Maulwurf dann am Ausgang noch einmal ausgiebig von den Zuschauern gestreichelt werden.

(lang)